- Project Runeberg -  Svensk botanisk tidskrift / Band 8. 1914 /
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dieser seiner Abhandlung die Zytologie ganz unbeachtet gebliebem
ist und ausserdem die Figuren sämtlich in einem sehr schematischen
Stil gehalten sind, habe ich es für zweckmässig erachtet, eine voll-
ständige Darstellung der Zystokarpienentwicklung auch von diesen
Gesichtspunkten aus hier zu geben. Damit habe ich also vollstän-
dig die ganze Entwicklungsgeschichte von Delesseria sanguinea nach
ihrer histologischen und zytologischen Seite hin verfolgt.

Das Material zu dieser Untersuchung wurde an der Zoologischen
Meeresstation der Kgl. Schwed. Akademie der Wissenschaften bei
Kristineberg (Bohuslän) während des Spätherbstes 1911 gleichzeitig
mit dem Material zur Untersuchung der Entwicklung der Sperma-
lien eingesammelt. Zu dieser Zeit Anfang und Mitte Oktober —
werden Entwicklungsstadien des Karpogonastes, Befruchtungsstadien
sowie möglicherweise auch die allerfrühesten Stadien des Gonimo-
blasten angetroffen. Zu Ende des Jahres dürften die Zystokarpien
im allgemeinen völlig reif sein, und die Karposporenverbreitung hat
bereits Mitte Januar ihr Maximum gleichzeitig mit der Tetrasporen-
verbreitung überschritten.

Zur Fixierung habe ich auch jetzt ausschliesslich FLEMMING’S
schwächere Lösung mit höchstens 1 Stunde Fixierungszeit gebraucht.
Die Färbung geschah mit HEIDENHAIN’s Eisenhämatoxylin, wozu
bei der Nelkenölbehandlung etwas Lichtgrün hinzugesetzt wurde,
so dass auch eine gute Plasmadifferenzierung erhalten wurde.

Hinsichtlich der Technik bei der Ausführung der Untersuchung
sei bemerkt, dass, da aus zytologischen Gründen die Schnitte ziemlich
dünn, 2—4 y, sein müssen, es oft recht schwer ist, an einem ein-
zelnen Schnitt den gegenseitigen Zusammenhang der Zellen z. B. in
dem Karpogonast sicher zu bestimmen. Es sind ja nämlich nur

die Verbindungsporen, an denen man sicher den Zusammenhang
zwischen den verschiedenen Zellen sehen, d. h. bestimmen kann,
welche Zelle man in einem bestimmten Schnitt vor sich hat. Diese
Porenverbindungen müssen also stets zuerst aufgesucht werden, und
erst danach kann die Zelle sicher bestimmt werden. Zu diesem
Behufe bin ich in der Weise zuwege gegangen, dass ich mit-
telst Kamera die ganze Schnittserie abzeichnete, worauf diese
Figuren neben einander gelegt wurden und nunmehr — voraus-
gesetzt dass keine wichtigen Schnitte verloren gegangen waren —
mit ziemlich grosser Sicherheit der Zellzusammenhang Schnitt für
Schnitt verfolgt werden konnte. Nur so war es möglich, zu einer
sicheren Vorstellung beispielsweise von dem Verlaufe des Karpogon-

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