- Project Runeberg -  Svensk botanisk tidskrift / Band 8. 1914 /
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Nach dem Abschneiden des ersten Spermatangiums treibt die
Mutterzelle nach aussen einen Auswuchs hervor, wie es in der
Fig. 14 Taf. 3 dargestellt worden ist. Der Kern schickt sich dann
zu einer neuen Teilung an, und die oben erwähnte Abbildung zeigt
den Kern in einem späten Prophasenstadium. Die etwa 20 Chro-
mosomen treten deutlich hervor. Nach der Kernteilung wandert
einer der neuen Kerne in den Auswuchs hinauf, welcher dann mit
einer schiefen Wand abgeschnitten wird, und ein zweites Sperma-
tangium darstellt. — In ähnlicher Weise kann noch ein drittes
Spermatangium gebildet werden (Taf. 3 Fig. 15).

Hinsichtlich der Bildung der Spermatangien stimmt Rhodomela
virgata mit Polysiphonia violacea nach den Untersuchungen von
YAMANOUCHI vollkommen überein, nur mit dem Unterschied, dass
bei dieser Art jede Mutterzelle nicht mehr als zwei Spermatangien
abschneiden. Bei Delesseria sanguinea verläuft die Spermatangien-
bildung nach Untersuchungen von SVEDELIUS prinzipiell auf die-
selbe Weise wie bei den oben erwähnten Arten; das abgeschnittene
Spermatangium ist aber bei Delesseria grösser als die Mutterzelle. —
Übrigens möchte ich auf die von SvEDELIius (1912, S. 252) gegebene
Zusammenstellung der Litteraturangaben über die Spermatangien-
bildung der Florideen hinweisen.

Nach dem Abschneiden des Spermatangiums tritt sein Kern wieder
in das Ruhestadium ein. Man sieht eine Menge sehr kleiner Chroma-
tinkörnchen, die durch Fäden mit einander verbunden sind. Ob
ein Nukleolus vorhanden ist oder nicht, ist oft sehr schwierig mit
Sicherheit zu entscheiden, da er nämlich sehr klein ist, und oft
mit einigen dicht neben einander liegenden Chromatinkörnern ver-
wechselt werden kann. Der Kern wird im Spermatangium nach
aussen verschoben, liegt schliesslich dicht an der Aussenwand, und
scheint oft etwas zusammengedrückt zu sein.

Nach dem Ruhestadium tritt der Spermatangienkern wieder in
ein Prophasenstadium ein. Man sieht wie die Chromatinkörner
sich vergrössern und sich in Chromosomen umwandeln. In Fig.
18 Taf. 3 ist ein Prophasenstadium im Kerne eines reifen Sperma-
tiums abgebildet. Die 20 Chromosomen treten deutlich hervor;
sie sind durch sehr zarte Fäden mit einander verbunden. Ein
Nukleolus ist in diesem Stadium nicht wahrnehmbar.

Während dieses Prophasenstadiums erfüllt sich das Spermatangium
mit einem reichlichen Plasma. Das Spermatium ist dann fertig,
um aus dem Spermatangium entlassen zu werden. In welcher

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