- Project Runeberg -  Svensk botanisk tidskrift / Band 8. 1914 /
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liche Struktur beibehält, sehr stark unterscheiden (Taf. 4 Fig. 27).
Durch diese Kappen ist die Richtung der künftigen heterotypischen
Kernspindel bestimmt — Solche Kappen sind auch von SvEDELIUS
(1911, S. 298) für Delesseria beschrieben und abgebildet worden.

Nach der Diakinese wird die Kernmembran aufgelöst, und eine
Kernspindel, die heterotypische Spindel, wird gebildet. In Fig. 28
Taf. 4 ist eine heterotypische Spindel in Metaphase abgebildet
worden. Die Spindel ist von einem körnigen Plasma umgegeben.
Spindelfasern treten immer, wenn auch nicht so besonders deutlich,
hervor. Centrosomen habe ich bei einigen Gelegenheiten beobachtet.
Ich habe sie nur als einen distinkten, dunkelgefärbten Körper an
den Polen der Kernspindel gesehen. Sie stimmen gut mit denjenigen
überein, die SvepELIus (1911, S. 299) an den Polen der hetero-
typischen Spindel bei Delesseria beobachtet hat. Solche kleine Cen-
trosomen sind ebenfalls für Polysiphonia von YAMANOUCHI beschrieben
und abgebildet worden. Bei dieser Pflanze sind sie aber auch bei
den somatischen Teilungen beobachtet worden. Davıs (1898, S. 267)
hat grosse, als Stralungszentra ausgebildete Centrosomen bei den
Teilungen im Tetrasporangium von Corallina gefunden.

In den Figuren 29 und 30 Taf. 4 ist eine heterotypische Spindel
in Polansicht abgebildet worden. Die Spindel steht eben in Ana-
phase und ist so durchgeschnitten worden, dass die beiden Chro-
mosomenhaufen auf verschiedenen Schnitte liegen geblieben sind.
Die 20 Chromosomen sind auf beiden Schnitten gut zu zählen.

Nach Abschluss der Anaphase der heterotypischen Teilung
teilen sich die beiden Tochterkerne sofort aufs neue. Dies ist die
homöotypische Teilung, und Taf. 4 Fig. 31 zeigt eine Abbildung
dieses Stadiums. Die beiden Kernspindeln liegen senkrecht gegen
einander; die eine sieht man im Längsschnitt in beginnender Ana-
phase, die andere ist quergeschnitten.

Nach der homöotypischen Teilung gehen die gebildeten vier
Kernein das Ruhestadium über, und das Plasma beginnt sich tetrae-
drisch in vier Teile zu spalten. Bisweilen sieht man die Spaltung
schon während der homöotypischen Teilung beginnen. In Fig. 32
Taf. 4 ist ein Stadium dieser Tetradenspaltung des Plasmas abge-
bildet worden. Die Kerne liegen immer im Zentrum der Tetrade.
Die Verbindung zwischen den Tetrasporen wird sehr lange erhalten,
und löst sich erst unmittelbar vor der Entlassung der Tetrasporen.

Während der Entwicklung der Tetrade löst sich diese von den
umliegenden Zellen ab, und jede Spore umgibt sich mit einer dicken,

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