Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - Sidor ...
<< prev. page << föreg. sida << >> nästa sida >> next page >>
Below is the raw OCR text
from the above scanned image.
Do you see an error? Proofread the page now!
Här nedan syns maskintolkade texten från faksimilbilden ovan.
Ser du något fel? Korrekturläs sidan nu!
This page has never been proofread. / Denna sida har aldrig korrekturlästs.
171
schlecht bezeichnet wurde, zunimmt. Wie ich die Sachen auflasse
(vgl. meine Abhdlg. in Couns Beiträgen, Bd. 11), sind diese Strah-
lungen und Spindelfäden eben zum grossen Teil der sichtbare Aus-
druck für stoffliche und energetische Wechselbeziehungen zwischen
den verschiedenen Teilen des Plasmas, bezw. zwischen Plasma und
Karyotin.
Bei 32? ist die Teilungsaktivitit gross. Das Zahlenverhältnis
zwischen Spiremkernen und Teilungsfiguren (Metaphasen—Telopha-
sen) ist durchaus normal. In bei etwa 20? gewachsenen Wurzeln
betrug die Zahl der Teilungsfiguren in drei ganz verschiedenen
Fällen 29,55 und 35 Prozent, auf die Summe von Teilungsstadien
und Spiremkerne bezogen. In den bei 32° gewachsenen Wurzeln
zählte ich 33 % Teilungsfiguren. Die Übereinstimmung ist also
vollständig. Mit diesen normalen karyokinetischen Verhältnissen
hängt es auch zusammen, dass in den letzterwähnten Wurzeln 1
dickes Spirem auf 3 dünne Spireme vorkommt. In bei 20° gewach-
senen Wurzeln kommt nur 1 dickes Spirem auf 8 dünne Spireme
vor, während ja in den bei 36,5” gehaltenen Wurzeln die Zahlen
1:1 waren. Diese Zahlen enthalten folglich eine volle Bestätigung
der obigen Schlussfolgerungen.
In den eingegipsten Wurzeln waren die Karyosomen der »Ruhe»-
kerne scharf umgrenzt und häufig charakteristisch gestaltet. Ausser-
dem hatten sie eine auffallend konstante Zahl, so gross wie die Chro-
mosomenzahl. Ganz anders sind die »Ruhe»-Kerne der bei 36,5”
gehaltenen Wurzeln beschaffen. Denn die Karyosomen sind weder
länglich ausgezogen, noch besitzen sie eine konstante Zahl. Diese
ist vielmehr schwankend und recht gross. In diesen Kernen ist
also die Prophase völlig gehemmt, sowohl betreffs der Karyotinsyn-
these wie im Hinblick auf das Gestaltungsbestreben der Karyo-
somen.
Das Studium der bei 36,5° gehaltenen Wurzeln liefert auch
Tatsachen über die Ursachen der sogen. Polarität der Spiremkerne.
Es ist eine fast ausnahmslose Regel, dass die dicken Spireme in
den erwähnten Wurzeln eine bestimmte innere Anordnung aufweisen.
Die Chromosomen liegen alle annähernd parallell. Dabei sind sie
gebogen, weil sie sich der Kernoberfläche anschmiegen; bei gewis-
ser Drehung des Kerns im optischen Feld wird daher eine spiralige
Orientierung vorgetäuscht (vgl. Fig. 5). Diese Anordnung der kurzen
Chromosomen kann nicht als ein wiederholtes Auftreten der Chro-
mosomenanordnung in der Telophase erklärt werden. Denn die
<< prev. page << föreg. sida << >> nästa sida >> next page >>