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handen sein müssen. Man kann folglich den Schluss machen, dass
diese Kerne sich bedeutend langsamer wie die diploiden teilen
Meiner Auffassung nach findet also eine Art von sekundärer Re-
duktion in der Weise statt, dass die Teilungsgeschwindigkeit der
Zellen mit überzähligen Chromosomen derjenigen der normalen
Zellen bedeutend nachsteht.
96 Stunden nach dem Chloralisieren sind die Folgen der Ver-
giftung fast gänzlich überwunden. Doch beobachtet man noch
einzelne gestörte Phragmoplasten, so dass mehrkernige Zellen fort-
während in geringer Zahl
entstehen dürften. Übri-
malen Wurzeln vereinzelte
zweikernige Zellen vor. Die
Zahl der Spiremkerne ist
nach 96 Stunden ausser- 17. 18.
ordentlich hoch; siemachen Fig. 17. Kern aus dem Urmeristem einer 1 Stunde
die Hälfte aller Kerne im chloralisierten und nach 22 Stunden fixierten
Urmeristem aus. Auf 12 Wurzel. Zurückdifferenzierung des Spirems. Man
sieht noch überdauernde, längsgespaltene Reste der
Sehlingen. Ae" Ok. 4.
Spiremkerne kommt nur
ein Teilungsstadium vor.
Ich deute mir diese merk-
würdige Erscheinung in der
Weise, dass es mehrerer
der didiploiden Kerne erst jetzt gelungen ist, ein Spirem auszubilden.
Tatsächlich sehen diese Spireme meistens etwas andersartig aus wie
die normalen. Sie sind sehr dicht und feinfädig und die Schlingen
verlaufen in vielen Knickungen und Buchten (vgl. Fig. 18), so dass
ich in Verbindung mit den obigen Tatsachen keinen Anstand nehme,
sie für didiploid oder jedenfalls überzählig zu erklären.
Fig. 15, Didiploider Spiremkern (Fragment
96 Stunden nach dem Chloralisieren. Die Chromo-
somenschlingen sind stark gefaltet. "/ıs’, Ok. 4.
ZUSAMMENFASSUNG.
In eingegipsten Wurzeln findet eine Hemmung der Kern-
teilungen statt. Diese Hemmung wird auf eingestelltes Zellwachstum
und Abnahme der Karyotinsynthese zurückgeführt. Dagegen
fahren die Karyotinlokalisation und die Gestaltsverände-
rung der Karyotinelemente, also zwei für die Prophase cha-
rakteristische Erscheinungen, fort. Die sehr selten auftretenden
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