- Project Runeberg -  Svensk botanisk tidskrift / Band 8. 1914 /
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Teil derselben [ENnGLER (3, S. XVIII] als derartige Pflanzen ange-
führt. Woher diese Angabe stammt, weiss ich nicht. GUIGNARD
(9, S. 187, Pl. 9 u. 10), sowie LuBIMENKO und MAIGE (13, S. 499
fanden bei den von ihnen untersuchten Nymphaea alba und Nuphar
luteum den gewóhnlichen Dikotyledonentypus. Die einzigen siche-
ren bisher beschriebenen Beispiele von Dikotylen, die dem Monoko-
tyledonentypus angehören, sind meines Wissens Ceratophyllum (16,
S. 491), Rafflesia (^, S. 18), 8 Asclepiadaceen-Gattungen (15, S. 455;
6, S. 328; 8, S. 133; 2, S. 87) und Apocynum (7, S. 50, Pl. II, Fig. 8),
d. h. Vertreter von vier Familien. Eine nahe hieran sich anschlies-
sende Pollenentwicklung kommt ausserdem der Gattung Magnolia
zu (9, S. 200; 1, S. 139). Sie wird unten näher beschrieben.

Aus der Verteilung der Dikotylen vom Monokotyledonentypus
geht deutlich hervor, dass man der Entwicklungsgeschichte des
Pollens keine so grosse systematische Bedeutung zuschreiben darf,
wie van TIEGHEM (17) glaubt. Er verwendet nämlich die Pollen-
entwicklung als ersten Einteilungsgrund der Angiospermen, die er
in zwei Klassen verteilt, und zwar les Metadiodees oder die Mono-
kotylen (incl. die Orchideen!) nebst den Nymphaeaceen und les Ho-
moudiodées oder die übrigen Dikotylen. Doch darf man meiner
Ansicht nach den Pollentypen nicht jesliche Bedeutung für die
Systematik absprechen. Vielmehr glaube ich, dass sie beachtens-
werte Merkmale enthalten, die der Systematik Dienste leisten können.
Der eine Typus kann sehr wohl bei verschiedenen Gelegenheiten
aus dem anderen entstanden sein.

Das Auftreten des Monokotyledonentypus in den beiden nahe
verwandten Familien der Asclepiadaceen und Apocynaceen ist gewiss
eine völlig freistehende Erscheinung ohne grössere systematische
Bedeutung, auf die ich hier nicht ausführlicher eingehen kann. Weit
interessanter scheinen mir die anderen genannten Beispiele zu sein;
diese werden unten eingehender erörtert.

Da die Anonaceen in mehreren Hinsichten Anklänge an die Mo-
nokolylen zeigen [vgl. besonders FRIES (5)|, wäre es ja möglich, dass
sie auch betreffs ihrer Pollenentwicklung mit diesen übereinstimm-
ten. Um zu untersuchen, wie es sich hiermit verhält, fixierte ich
im letzten Sommer (1913) einige Blütenknospen von Anona Cheri-
molia. Meine kleine Untersuchung wollte ich aber auch auf einen
Vertreter der Aristolochiaceen ausdehnen. Es schien mir nämlich mög-
lich, dass eine vergleichende Untersuchung über die Pollenentwick-
lung dieser beiden Familien einen Beitrag zur Einreihung der Arisio-

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