- Project Runeberg -  Svensk botanisk tidskrift / Band 8. 1914 /
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Mangels an Material nicht ausführen. In Blütenknospen, die ich
im hiesigen botanischen Garten Mitte September und später im
Herbst einsammelte, enthielten die Antheren bereits einkernige iso-
lierte Pollenkörner.

Es sind von mehreren Seiten in den letzten Jahren einige Um-
stände angeführt worden, die für die Zugehörigkeit der Aristolochia-
ceen zu den Polycarpicae sprechen. Auf eine Prüfung der Gründe
für diese Auffassung werde ich nicht eingehen. Ich will nur darauf
hinweisen, dass sie meiner Meinung nach durch meine Unter-
suchung über die Pollenentwicklung eine nicht unwichtige Stütze
erhält. Diese ist ja bei Aristolochia von zweifellosem Monokotyledo-
nentypus. Wenn die Aristolochiaceen zu den Polycarpicae zu stellen
wären, so hätten sie nach den Ansichten mehrerer Systematiker
ihre nächsten Verwandten unten den Anonaceen. Die Pollenentwick-
lung von Anona und Aristolochia zeigt freilich einige Unterschiede,
die ohne weiteres aus den obigen Beschreibungen und den mit-
geteilten Figuren hervorgehen dürften. Ich glaube jedoch, dass
man ihnen keine grössere Bedeutung zuzuschreiben braucht. Die
Vorgänge bei Aristolochia können als eine weitere Stufe in der Ent-
wicklung gegen den Monokotyledonentypus hin gedeutet werden.
Das Wichtige liegt, glaube ich, darin, dass wir bei den Aristolochia-
ceen ein neues Monokotyledonenmerkmal von einer Art, die auch
anderen Polycarpicae-Vertretern zukommt, haben feststellen können.

Zuletzt wollen wir den einzigen, noch nicht erörterten Fall, in
welchem, soviel ich weiss, Pollen von Monokotyledonentypus unter
den Dikotylen vorkommt, mit einigen Worten behandeln. Es han-
delt sich um Rafflesia Patma. Bekanntlich werden die Rafflesiaceen
fast allgemein in die Nähe der Aristolochiaceen gestellt. Die über-
einstimmende Pollenentwicklung der beiden Familien ist natürlich
geeignet, diese Ansicht fester zu begründen, wie sie auch gleichzeitig
für die Zugehörigkeit der Rafflesiaceen zu den Polycarpicae spricht.

Upsala, Bolanisches Laboratorium, Dezember 1913.

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