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ÖEHLMANN (1898) wendet der vegetativen Fortpflanzung der Sphag-
naceen eine noch grössere Aufmerksamkeit zu. In günstigen Kul-
luren ist es ihm gelungen, sekundäres Protonema aus beinahe
allen Teilen der Pflanze hervorzubringen; ebenso Adventivsprosse
aus sowohl dem Hauptstamme als auch aus den Seitenästen, ent-
weder an ihrer Spitze oder an den Internodien. Bei Adventiv-
sprossen aus Stamm und Seitenästen bilden sich unter normalen
Verhältnissen an der Basis des neuen Pflänz-
E chens Protonemafäden. Diese sind nur bei di-
RUN rekter Prolifikation aus dem lebenden Vegeta-
tionspunkte der Seitenäste schwächer ausgebildet.
OEHLMANN (S. 43 u. 58) scheint jedoch die
Auffassung zu haben, dass diese Fähigkeit der
Sphagnaceen, neue Sprosse zu bilden, haupt-
sächlich zur Regeneration der Pflanze diene.
Er sagt (S. 58): »Die Zusammenstellung aller
Resultate dieser Arbeit zeigt, wie fürsorglich die
Natur auch bei Sphagnum so mannigfaltige, den
äusseren Einflüssen sich anpassende Vorkehrun-
gen zur Erhaltung der Art getroffen hat. Denn
stirbt der untere Teil einer jungen oder älteren
| Sphagnumpflanze nebst ihrem Protonema ab,
\ so kann die Pflanze trotzdem fortleben. Wird
die junge Pflanze aber bis zum Köpfchen hin-
SN
=
mae
Fig. 1. Sphagnum cus. auf verletzt, so kann sie noch einmal Proto-
pidatum mitInnovations- nema bilden und so die Pflanze als solche
[4 ee noch erhalten. Wird das Köpfchen aber auch
zerstört, so besitzt jeder einzelne Ast desselben
vermöge seines Bildungsgewebes die Fähigkeit, sich durch Proto-
nema, Zellflächen oder Adventivknospen vegetativ fortzupflanzen».
SCHOENAU (1912, S. 33) hat in Kulturen im Warmhaus bei zwei
Exemplaren von Sphagnum (welcher Art?) eine Astspitze zum Weiter-
wachstum gebracht.
WARNSTORF (1903) hat später seine frühere Auffassung geändert.
Er sagt (S. 316): »Zarte, stengelähnliche, oft noch nicht oder un-
vollkommen beästete Sprossbildungen finden sich auch — und
zwar sehr häufig — in älteren, ausserhalb des Wassers lebenden
Sphagnum—Polstern bald reichlich, bald sparsamer, die zweifellos
z. T. jugendliche, aus Sporenvorkeimen hervorgegangene Pflänz-
chen darstellen, z. T. aber auch, wie Verf. in einer Reihe von
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