- Project Runeberg -  Svensk botanisk tidskrift / Band 8. 1914 /
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zu dicht war. Ich muss betonen, dass sämtliche ausgewachsene
Mutterindividuen einen sehr kräftigen Wuchs besassen. Dekapi-
tierte oder auf andere Weise beschädigte Individuen waren nur
sehr spärlich vorhanden.

Die Hauptachse des Innovationssprosses verhält. sich wie ein
Langtrieb und bildet sehr rasch ein Kurztriebsystem aus /vgl. Fig. 2,
äusserster Spross rechts).

Von den Protonemafäden, die OEHLMANN bei Kulturen sich an
der Basis des jungen Innovationssprosses hat entwickeln sehen —
offenbar dasselbe, was ScuruPEnR als Würzelchen bezeichnet — habe
ich keine Spur wahrnehmen kónnen. Ich bin deshalb geneigt an-
zunehmen, dass diese infolge der besonderen Verhältnisse entstan-
den sind, denen diese von OEHLMANN kultivierten Pflanzen ausge-
setzt waren. Falls sich überhaupt in der Natur Protonemafäden
an der Basis der Innovationssprosse entwickeln, wären meines Erach-
tens solche in den obengenannten Polstern vorgekommen, da ja die
Nahrungsverhältnisse auf dem Boden des früheren Teiches die aller-
günstigsten sein müssen. SCHIMPER (1858) erwähnt nicht, ob sein
(Fig. 1) abgebildetes Sphagnum cuspidatum-Exemplar »mit Rhi-
zoiden» aus einer Kultur oder aus einem »warmen Torfmoor» her-
stammt. Doch scheint mir ersteres das Wahrscheinlichste zu sein,
besonders da er (Taf. XVII, Figg. 1—2) auch ein ausgewachsenes
normales S. compactum mit »Rhizoiden» an der Basis der Ast-
büschel abbildet.

S. compactum habe ich in der oben angegebenen Weise in kräf-
tiger vegetativer Vermehrung begriffen nicht nur in Norrland ge-
sehen. In Bohuslän, wie auch an Material aus Härjedalen — von
Cand. phil. H. Smiru gesammelt — habe ich dieselbe Erscheinung
beobachtet. Meines Erachtens vermehrt sich diese Art in der Natur
überhaupt vegetativ sehr kräftig.

2. S. tenellum (Ehrh.) Lindb.

Bei dieser Art habe ich an verschiedenen Stellen in Ängerman-
land und Västergötland eine kräftige vegetative, von den Kurztrieben
ausgehende Vermehrung beobachtet, und zwar in Schlenken, die in
Schweden (vgl. auch MeErın 1913) einen charakteristischen Standort
derselben bilden.

Fig. 3 zeigt einige junge Innovationssprosse, von denen vier noch
mit ihren Mutterkurztrieben in Verbindung stehen. Ungefähr das-

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