Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - Sidor ...
<< prev. page << föreg. sida << >> nästa sida >> next page >>
Below is the raw OCR text
from the above scanned image.
Do you see an error? Proofread the page now!
Här nedan syns maskintolkade texten från faksimilbilden ovan.
Ser du något fel? Korrekturläs sidan nu!
This page has never been proofread. / Denna sida har aldrig korrekturlästs.
199
sprosse sich aus Kurztrieben, ganz wie in der oben beschriebenen
Weise bei intaktem Individuum (S. 4), entwickeln sehen. Der Art
und Weise, wie sich die Sphagnum-Pflanze in der Natur regeneriert,
muss jedoch mehr Aufmerksamkeit gewidmet werden.
Als eine Zusammenfassung dieser kleinen Untersuchung will ich
als meine Ansicht hervorheben, dass neben der falschen Gabelung,
durch welche neue Individuen entstehen, die Sphagnaceen in der
Natur — dies gilt hier nur von intakten Pflanzen — vegetativ sich
hauptsächlich durch Innovationssprosse aus Kurztrieben vermehren.
Diese Innovationssprosse entwickeln sich teils direkt aus der Spitze des
Kurztriebes teils unterhalb der Spitze oder aus der Basis desselben. Die
OEHLMANN’schen Protonemafäden an der Basis des Innovations-
sprosses fehlen.
Wie die äusseren günstigen Verhältnisse beschaffen sein müssen,
unter denen sich intakte Torfmoose vermehren, lässt sich schwer
bestimmen. Nach ScHoEnau (1912) spielt ja hierbei ausser der ver-
mehrten Nahrung auch die Luftfeuchtigkeit eine grosse Rolle. Viel-
leicht kann der eine günstige Faktor den anderen aufwiegen.
Um Klarheit in diesem Punkte zu gewinnen, muss jedoch jeder
spezielle Fall für sich untersucht werden. Auch können verschie-
dene Arten sich verschieden verhalten. Was meine Objekte anbe-
langt, scheint mir bei S. compactum aus Ostby in Ängermanland
(S. 4) die reichlichere Ernährung der treibende Faktor gewesen zu
sein. Der Boden des früheren Teiches erwies sich offenbar als eine
sehr kräftige Unterlage.
Bei S. Lindbergü in Närke scheinen mir jedoch andere Ursachen
mitzuwirken. Wie ich bereits (1913, S. 50) einmal gesagt habe, ist
die relative Luftfeuchtigkeit in diesen Gegenden sehr gross. Die
in dem Wald-Ubergangsmoor von Snaflunda herrschenden (MELIN
1913, S. 8) Nahrungsverhältnisse dürften jedoch die, unter denen
diese Art in Norrland lebt, nicht sehr übertreffen. Es scheint, als
ob die relative Luftfeuchtigkeit hier der äussere Reiz zur Hervor-
bringung von Innovationssprossen wäre.
Was schliesslich S. tenellum betrifft, scheint es mir nicht un-
denkbar, dass hier diese beiden Faktoren mitspielen. Infolge der
starken Insolation auf einem Hochmoor muss die Verdunstung sehr
stark sein und damit vielleicht auch die Luftfeuchtigkeit. Dies sind
jedoch Dinge, die eines besonderen Studiums bedürfen. Die Er-
nährung in Schlenken ist ja auch ebenfalls eine ziemlich gute.
Für die lokale Ausbreitung der Sphagnum-Polster sind die jetzt
<< prev. page << föreg. sida << >> nästa sida >> next page >>