- Project Runeberg -  Svensk botanisk tidskrift / Band 8. 1914 /
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immer simultan vor sich geht, nehmen die Spindeln eine rechtwinklige
Stellung gegen die Längsrichtung des Embryosackes ein (Fig. 2 b). Jede
Plasmamasse bekommt so ein Kernpaar, jede »Megaspore» ist also
zweikernig. Man sollte jetzt erwarten, dass die Embryosackkerne hier-
mit ihre definitive Anzahl erreicht hätten, aber sämtliche Kerne unter-
liegen einer nochmahligen Teilung. Das Resultat dieses letzten Teil-
ungsschrittes ist somit ein sechszehnkerniger Embryosack (Fig. 2 c).
Beispiele von diesem Typus sind ja seit einiger Zeit von mehreren
Forschern aus Gattungen der Euphorbiaceen (MODILEWSKI 1909, An-
NOLDI 1912 u. A), Gunneraceen (ERNST 1908, SAMUELS 1912, Mopı-
LEWSKI 1908), Penaeaceen (STEPHENS 1909) und Piperaceen (CAMP-
BELL 1899; JOHNSON 1900, 02, 07, 14: Brown 1908; FiscHER 1914)
beschrieben. Wie diese alle bekanntlich untereinander nicht den-
selben endgültigen Bau zeigen, so weicht auch der fertige Pyrethrum-
Embryosack von den übrigen sechszehnkernigen in mehreren wich-
tigen Punkten ab. Er besitzt einen typischen Eiapparat mit obe-
rem, aus der obersten »Megaspore» entwickeltem Polkern, einen
unteren Polkern und drei Antipoden aus der zweitobersten, noch vier
Antipodenzellen aus der zweituntersten »Megaspore» entstanden, und
schliesslich eine vierkernige Antipodenzelle, die ihre Bildung der chala-
zalen Tetradenzelle verdankt. Diese Organisation ist die fast immer
widerkehrende und man ist darum, wie ich glaube, berechtigt, den
Schluss zu ziehen, dass hier wirklich ein sechszehnkerniger Embryosack
vorliegt, dessen definitive Ausbildung durch die reihenförmige Lage
der Megasporen bedingt wird. Dabei darfaber nicht vergessen werden,
dass auch eine andere Deutung möglich erscheint. Der Embryosack
von Pyrethrum parthenüfolium v. aureum könnte nämlich als ein
achtkerniger Embryosack nach dem Tanacetum-Typus gedeutet
werden, wo die beiden untersten Megasporen das Vierkernstadium
erreicht und nur die zwei mikropylaren sich zur Bildung des Em-
-bryosackes vereinigt hätten. Näheres hierüber bei der Behandlung
der sechszehnkernigen Embryosäcke in meiner ausführlicheren Publi-
kation.

Svensk Botanisk Tidskrift 1914. 30

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