- Project Runeberg -  Svensk botanisk tidskrift / Band 9. 1915 /
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nächsten Schnitt). In der Fig. 6 sind die Verhältnisse umgekehrt.
Eine gleich kräftige Entwicklung zweier Gamophyten über das
Tetradenstadium hinaus findet man seltener: nur einmal habe ich
in meinen Präparaten zwei Embryosäcke beobachtet.

Wie oben gesagt, wirkt nur der oberste Megasporenkern bei der
weiteren Embryosackentwicklung mit. Das Auskeimen der obersten
Megaspore auf kosten der anderen können wir noch ebensowenig
genügend erklären, wie die bereils erwähnte schnellere Entwicklung
der obersten Embryosackmutterzelle. Wahrscheinlich handelt es
sich hier um physiologische Erscheinungen, denn aus dem mor-
phologischen Bau der Samenanlage lässt sich die Sache nicht be-
greifen. Bisweilen fanden sich in den Präparalen einige Fälle, in
denen ein unterer Megasporenkern anscheinend ausgekeimt hatte.
Ich konnte nämlich oberhalb des einkernigen Embryosackes die
verdrängten, stark gefärblen Reste von Plasma und Kernen, die
sich zwischen dem Embryosacke und der Nucellusepidermis be-
fanden, beobachten. Die nähere Untersuchung zeigte jedoch klar,
dass diese Reste nichts anders als verdrängte Embryosackmutter-
zellen oder Tetraden waren, was sich ja auch aus der Tatsache
zeigt, dass man unter dem grossen Embryosackkern im basalen
Teil der Zelle ohne Ausnahme die drei degenerierenden Mega-
sporenkernen wiederfindet.

Fig. 8 stellt ein Stadium dar, in dem der einkernige Embryosack
die Epidermis des Nucellus durchbrochen und die Höhlung inner-
halb des Integuments ausgefüllt hat. Dieses Stadium scheint sehr
dauernd zu sein. Nach der ersten Teilung des Embryosackkerns
ist der eine Kern in der unmittelbaren Nähe der Mikropyle, der
andere gewöhnlich ein wenig unterhalb der Mitte des Embryosackes
zu finden, welcher hier enger wird und sogar eine deutliche Ein-
schnürung zeigen kann. Das Zweikernstadium geht sehr schnell
vorüber. Im Zweikern- oder im Vierkernstadium macht sich ein
gewisser Unterschied zwischen den mikropylaren und den chalazalen
Kernen bemerkbar. Diese sind nämlich bedeutend kleiner als jene.
Es kommt auch vor, dass die Teilungen des unteren Kernpaares
verzögert wird. Ich habe ein paar Fälle gesehen, wo sich der
Eiapparat schon in der Bildung befand, während die beiden
chalazalen Kerne noch ungeteilt waren. In der Regel ist aber der
fertige Embryosack von dem gewöhnlichen Typus mit einem
Eiapparat, zwei Polkernen und drei Antipoden.

Eine bemerkenswerte Erscheinung, ist es, dass man in allen

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