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Es sei mir gestattet, meinen Lehrern, Herrn Prof. Dr. G. LAGER-
HEIM und Herrn Prof. Dr. O. ROSENBERG, für das lebhafte Inte-
resse, das sie stets meiner Arbeit entgegengebracht haben, hier
meinen berzlichen Dank abzustatten.
Jussieua cfr. villosa Lam.
Die subepidermale Archesporzelle teilt sich und bildet dabei eine
Schichtzelle und eine sporogene Zelle. Die letztere, die Embryo-
sackmutterzelle, wird gross und kräftig, ehe noch die Teilung der
Schichtzelle stattgefunden hat. Die erste Wand, die bei dieser Tei-
lung erzeugt wird, kann sich periklin oder antiklin stellen. Durch
wiederholte Teilungen der Schichtzelle entsteht eine dicke Wand-
schicht oberhalb des Gametophyten. Die Epidermiszellen erfahren
keine Teilung in perikliner Richtung. Obgleich in den jungen Sa-
menanlagen nie mehr als eine sporogene Zelle beobachtet wurde,
dürften doch Ausnahmen von dieser Regel vorkommen können,
denn in einer älteren Samenknospe fanden sich zwei befruchtete
Embryosäcke, die, nach ihrer gegenseitigen Lage zu urteilen, zwei
verschiedenen Embryosackmutterzellen und nicht zwei Megasporen
derselben Tetrade ihren Ursprung verdankten.
In Übereinstimmung mit dem gewöhnlichen Verhalten bei den
Onagraceen ist es fast immer die mikropylare Megaspore, die den
Embryosack erzeugt (Fig. 1 a, b, c) Die drei unteren Tetraden-
zellen werden in den meisten Fällen sämtlich desorganisiert und von
dem heranwachsenden Sack verdrängt. Indessen tritt die Degene-
ration nicht in den drei Zellen gleichzeitig ein, sondern bei Jussieua
kann sich, wie bei Lopezia (TÄCKHOLM 1914) und Oenothera Lamarcki-
ana (GEERTS 1909), häufig eine derselben, in diesem Fall im all-
gemeinen die chalazale, auch dann noch erhalten, nachdem der
junge Embryosack sich etwas vergrössert hat. Man findet mithin
ziemlich häufig Tetraden, deren äussere Zellen, die mikropylare und
die chalazale, beide herangewachsen sind, wo somit eine Konkur-
renz stattzufinden scheint, welche von ihnen den Embryosack lie-
fern werde. Fig. 1 b zeigt eine solche Tetrade; hier hat jedoch
die mikropylare Megaspore schon die Oberhand gewonnen. Mit-
unter kommt es aber vor, dass die chalazale bevorzugt wird und
zum Embryosack auswächst (Fig. 1 d). Das letztgenannte Verhal-
ten ist nach Davıs (1910) bei Oenothera biennis eine häufige Erschei-
nung. Wenn somit auch in manchen Fällen eine der unteren
Tetradenzellen nicht sogleich degeneriert, wie dies bei den für die
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