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bei jeder befruchteten Samenanlage im Pollenschlauch im Niveau
des Nucellusscheitels zu beobachten ist (Fig. 2 a). Diese charak-
teristische Membran erstreckt sich aber, wie es eine ganze Schnitt-
serie zeigt, nicht durch das ganze Lumen des Pollenschlauches,
sondern die Plasmamassen oberhalb und unterhalb derselben stehen
durch eine Öffnung miteinander in Verbindung (Fig. 2 b). Um
diese konstante Erscheinung zu erklären, könnte man sich etwa
vorstellen, dass der Pollenschlauch beim Eindringen in den Nucel-
lus, also beim Übergang aus dem ektotropen in den endotropen
Wachstumsmodus, die den Nucellus umgebende Wand nicht mit
dem ganzen dicken Ende, sondern nur an einer beschränkten Stelle
durchbohrt habe, worauf er nachträglich auf seinen früheren Um-
fang angeschwollen sei; wenigstens spricht ein Bild wie Fig. 2 b
für diese Auffassung. Obgleich der Pollenchlauch bei dieser Artin
der Regel unverzweigt bleibt, gibt es doch Samenanlagen, in denen
er Fortsätze entsendet, die in und zwischen die Integumente ein-
dringen. Ein derarliger Fall ist in Fig. 2 a dargestellt. Bemerkens-
wert ist die sehr beträchtliche Anschwellung einer der Fortsätze.
Wir haben es in dieser Ausbildung des Pollenschlauches mit einem
ähnlichen haustoriellen Typus zu tun, von dem Frl. WERNER bei
Epilobium angustifolium ein so markantes Beispiel fand und den Lonco
(1903) für Cucurbita beschrieben hat. Die ungewöhnlich lange Er-
haltung des Pollenschlauches in Verbindung mit dem heranwach-
senden Embryo, die für diese letztere Pflanzen angegeben ist, findet
man nicht bei dieser Jussieua-Art wieder, sondern hier scheint der
reiche Inhalt des Pollenschlauches bereits verbraucht zu sein, wenn
die befruchtete Eizelle sich zu teilen anfängt. Es wäre nicht undenk-
bar, dass diese kürzere Lebensdauer des Pollenschlauches mit der
Tatsache in Verbindung steht, dass bei Jussieua der bei Epilobium.,
Clarkia- und Boisduvalia-Arten beobachtete und dem Pollenschlauch
zur Nahrung dienende reiche Vorrat an Stärke im oberen Teil
des Nucellus fehlt. Dass die befruchtete Eizelle anfänglich von
dem Pollenschlauch ernährt wird, lässt sich aus der Erscheinung
schliessen, dass letzterer nach der Befruchtung grosse Mengen
Körner enthält, die wie Stärke reagieren. Auf einer etwas spä-
teren Stufe, wenn das Plasma des Pollenschlauches schon ange-
fangen hat zu degenerieren, findet man noch den dunkeigefärbten
Teil desselben, der im Embryosack dicht an der Eizelle liegt (Fig.
2 a, b, c, von solchen Amylumkörnchen gefüllt. Für die Ernäh-
rung des Embryos in noch späteren Stadien der Embryonalentwick-
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