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der Funiculus und die Chalazaregion bleiben auch auf späteren
Entwicklungsstufen völlig normal gestaltet und die Hypostase er-
hält ihr typisches Aussehen. Hier findet man nicht wie bei man-
chen anderen Pflanzen, wo Sterilitaét auftritt, eine frühzeitige
Schrumpfung der ganzen Samenanlagen. Die unfruchtbaren Ovula
wachsen zu derselben Grösse wie die gesunden an. Auch in den
ältesten Stadien, die ich in meinem Material antraf und in deren
nahliegenden fertilen Samenknospen die Befruchtung vor sich ge-
gangen war, schienen sie völlig lebensfähig, und der Prozess der
Schalenbildung var schon ein wenig vorgeschritten (Fig. 6 c).
Nur wenige Seitenstücke zu derartigen unregelmässigen Wachs-
tumserscheinungen des vegetativen Elements der sterilen Samenan-
lagen sind in der Literatur beschrieben. Sie werden unten in dem
Kapitel über die Fuchsia-Rasse »Marinka» näher erwähnt. Hier
sei nur an das Verhalten bei Cytisus Adami (TiscHLER 1903) erin-
nert, wo eine ähnliche Nucellarsprossung wie bei dieser Godetia-
Form vorkommt.
Was die Ursache der Sterilität der jetzt beschriebenen Samenan-
lagen betrifft, kann ich mich nicht mit Bestimmtheit darüber äus-
sern. Ich bin jedoch geneigt anzunehmen, dass im vorliegenden
Falle Einflüsse äusserer Faktoren, wie z. B. die Einwirkung der
Kultur, kaum in Betracht kommen können. Die Pflanzen wuchsen
in der unmittelbaren Nähe der zuerst beschriebenen »Gloriosa» und
einiger anderen unten erwähnten Formen derselben Gattung; keine
von diesen haben aber sterile Samenanlagen. Ich finde es deshalb
wahrscheinlich, dass bei der betreffenden Rasse die Unfruchtbarkeit
der Ovula, die sich in einer so eigentümlichen Weise äussert, durch
ihre mutmassliche Bastardnatur bestimmt sein könnte.
Godetia Whitneyi.
Auch bei dieser Art kamen in fast allen Samenanlagen mehrere
sporogene Zellen vor, die an der Basis des Nucellus gelegen waren.
Die Zahl derselben übersteigt in der Regel nicht sieben. Sie treten
gleichzeitig in das Synapsisstadium ein (Fig. 7 a). Die generative
Region des Nucellus erfährt im Gegensatz zur vegelativen eine sehr
langsame Entwicklung. Man findet demzufolge häufig mehr als
dreissig Parietalschichten entwickelt, während noch die Embryo-
sackmutterzellen in der Synapsis verweilen. Obgleich im allgemei-
nen nur eine der letzteren die Entwicklung -fortsetzt, konnten doch
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