- Project Runeberg -  Svensk botanisk tidskrift / Band 9. 1915 /
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in ein paar Samenanlagen zwei ferlige Embryosäcke beobachtet
werden, die nach ihrer ganz parallelen, seitlichen Lage zu urteilen,
wahrscheinlich verschiedenen Embryosackmutterzellen entstammten.
In Fig. 6 e ist ein anderer Fall abgebildet, wo zwei Embryosäcke
hintereinander liegen. Hier spricht freilich nicht die gegenseitige
Lage gegen die Möglichkeit, dass die Embryosäcke aus Makrospo-
ren derselben Tetrade entwickelt wären, aber wegen der Tatsache,
dass in allen in der Familie beobachteten Fällen von zwei ausge-
keimten Tetradenzellen gleichen Ursprungs stets nur eine davon das
befruchtungsfähige Stadium erreicht, dürften wohl auch hier ver-
schiedene Mutterzellen anzunehmen sein. Darauf deutet ebenfalls
die etwas seitliche Verschiebung des oberen Endes des unteren
Embryosacks, denn eine derartige Erscheinung wurde bei den Ona-
graceen nie in Fällen mehrerer erhaltenen Megasporen derselben
Tetrade wahrgenommen. Der letztgenannte Embryosack stellt aus-
serdem den einzigen bei dieser Gattung beobachteten Fall von einem
abweichenden Bau des fertigen, unbefruchteten Gametophyten dar.
Wie aus der Figur ersichtlich, finden sich hier gegen die Regel
zwei freie Kerne. Meines Erachtens stammen sie von dem Pol-
kern ab, der durch irgend welche Einflüsse zur Teilung gebracht
worden ist. Der obere Embryosack ist schon befruchtet.

Godetia sp.

Es ist interessant zu konstalieren, dass die Anzahl der sporoge-
nen Zellen bei so nahe verwandten Formen wie den einzelnen
Godetia-Arten sich ganz verschieden verhält. Sowohl der G. »Glo-
riosa» als der G. Whitneyi kamen, wie oben erwähnt wurde, fast
konstant mehrere — im allgemeinen drei bis fünf — Embryosack-
mutterzellen zu. Bei der vorliegenden Art wurde wiederum in allen
untersuchten Samenanlagen nur eine einzige gefunden, und dieselbe
Beobachtung konnte auch bei G. amoena gemacht werden. Es
scheint, als ob das Vorhandensein einer oder mehrerer Mutterzellen
ein Charakteristikum der betreffenden Arten von fast systematischem
Wert wäre. Dagegen dürfte wohl dieses Verhalten hier kaum ein
Interesse bieten in bezug auf die Phylogenie, wie dies bei anderen
Pflanzengruppen von mehreren Autoren angenommen wird. Sollte
dieses oder jenes Merkmal als das ursprünglichste in der Reihe der
Onagraceen anzusprechen sein, so dürfte es jedenfalls die einzige
Embryosackmutterzelle sein. Wenn auch bezüglich der ganzen

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