- Project Runeberg -  Svensk botanisk tidskrift / Band 9. 1915 /
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Stammesgeschichte der Pflanzen ein Komplex sporogener Zellen
älter ist, so könnte doch ein solcher hier, wie höchst wahrschein-
lich bei manchen anderen Pflanzenreihen, als ein sekundär ent-
standenes Merkmal auftreten.

Die Embryosackmutterzelle ist die unterste Zelle des Nucellus
(Fig. 7 b). Sie grenzt unmittelbar an die Hypostase, und man fin-
det sie sogar häufig etwas in dieses Gewebe eingesenkt. In dieser
Hypostasentasche kann man auf älteren Stufen die drei desorga-
nisierten unteren Megasporen beobachten. Beim Zuwachs streckt
sich die Embryosackmutterzelle und später der Embryosack nur
in mikropylarer Richtung. Während der Tetradenteilungen ist in
sehr zahlreichen Samenanlagen eine Verzögerung der Teilungsvor-
gänge in der unteren Dyadenzelle wahrzunehmen.

Godetia amoena.

Auch bei dieser Art wurde nur eine einzige Embryosackmutter-
zelle gefunden. Sie stösst aber nicht, wie bei der vorigen, direkt
an die Hypostase. Der dunkelgefärbte Streifen der degenerierten
Makrosporen wird deshalb durch einige Schichten gewöhnlicher
Nucelluszellen von diesem Gewebe getrennt. Die Entwicklung der
Embryosackmutterzelle erfolgt bei dieser Art wie auch bei der vo-
rigen etwas rascher, als bei G. Whitneyi der Fall ist. In den Sa-
menanlagen der letzteren konnten wie erwähnt häufig etwa dreissig
Parietalschichten ausgebildet sein, während die Embryosackmutter-
zellen noch im Synapsisstadium verharrten; bei jenen zählt man
deren aber noch im jungen Einkernstadium des Embryosackes nur
ungefähr zwanzig. Die Samenknospen bei G. amoena erscheinen
demzufolge auf einer bestimmten Entwicklungsstufe verhältnismässig
kleiner als bei G. Whitneyi. Bei der vorliegenden Art erfahren die
Epidermiszellen des Nucellusscheitels häufiger als bei den vorher
beschriebenen Godetia-Arten eine perikline Teilung, wodurch eine
zweischichtige Epidermiskappe entsteht. Mit Ausnahme der geschil-
derten und als bastardenartig bezeichneten G. »Gloriosa»-Rasse, wo
sich aus der Epidermis ein ausserordentlich mächtiges Gewebe ent-
wickelt, wurden unter den untersuchten Vertretern der Familie nur
bei Fuchsia solche nachträglichen periklinen Teilungen in der epi-
dermalen Wandschicht beobachtet. In bezug auf die Embryosackent-
wicklung entspricht diese Art völlig dem Onagraceen-Typus. Der

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