- Project Runeberg -  Svensk botanisk tidskrift / Band 9. 1915 /
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men (vgl. Fig. 15). Es lässt sich wohl annehmen, dass wenigstens
die Hauptfunktion des chalazalen Teils des Gametophyten, mit
oder ohne gekeimte Megasporen, dieselbe ist, nämlich als Leitungs-
bahn fär die Nährstoffe zu dienen. Wo das schlauchartige untere
Ende des Embryosacks durch einen Megasporenschwanz ersetzt ist,
wird diese Funktion häufig dadurch erleichtert, dass die Wände
zwischen den aus den verschiedenen Tetradenzellen stammenden
Bildungen mehr oder weniger aufgelöst werden. Die Vereinigung
des Sackes mit den ausgewachsenen Megasporen ist somit eine
sehr innige. Die verschiedenen Elemente erreichen eine morpholo-
gische Einheit. Die den einzelnen Tetradenzellen zugehörigen Plas-
mamassen sind oft gut getrennt; sie können aber auch miteinan-
der in Verbindung treten (Fig. 9 a u. d). In Fig. 9 d ist ein
Gametophyt abgebildet, der offenbar der ganzen Tetrade seinen
Ursprung verdankt. Obenan findet sich ein sechskerniger Embryo-
sack und darunter drei einkernig gebliebene Megasporen. Von den
Wänden zwischen den letzteren ist nur noch an einer Stelle eine
Spur zu beobachten. Die oberste, den Sack abgrenzende Wand
ist dagegen nur an einzelnen Punkten angegriffen worden. Der
grosse untere Kern in Fig. 9 a stammt zweifelsohne aus einer aus-
gekeimten Megaspore, die nach einer Membranauflósung vóllig mit
dem fünfkernigen Embryosack verschmolzen ist; Spuren der übri-
gen Tetradenzellen sind am hinteren Ende des Sackes zu sehen.
In Fig. 9 b ist die Wand zwischen zwei vierkernigen Megasporen
noch grösstenteils erhalten. Die obere dieser Tetradenzellen stellt
einen normalen Sack vor, die untere hat nur zum Teil den Charakter
eines Embryosackes; man findet in derselben eine Zelle, die einer
Synergide gleicht.

Auflösung der Membranen kommt indessen nicht nur an den
Querwänden zwischen den Megasporen vor. Häufig verschwindet
auch zum grösseren oder kleineren Teil die äussere Wand, die den
ganzen Gametophyten umgibt. In der Umgebung des Eiapparats
bleibt sie jedoch stets erhalten. In Fig. 9 a und d ist die Embryo-
sackmembran da, wo sie aufgelöst worden ist, punktiert. Die Kerne
im unteren Ende des Sackes, Megasporenkerne und Polkerne, findet
man demzufolge oft mit ihrem Plasma in einem Spalt des nucella-
ren Gewebes liegen. In älteren Samenanlagen, die schon zu kolla-
bieren angefangen haben, ist dieser Spalt sehr verengt, wodurch
die betreffenden Kerne häufig frei im Nucellusgewebe aufzutreten
scheinen. Da auch die Membranen zwischen den einzelnen Nucellus-

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