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beiden übrigen, wahrscheinlich Schwesterkerne, sind frei; der innere
ist grösser und entspricht ohne Zweifel dem Polkern.
Bau des Gametophyten in Fällen, wo die Ausbildung des
Embryosackes verhindert wird.
Die Anzahl der Ovulen, deren Gametophytenentwicklung in einen
wirklichen Embryosack resultiert, ist unbedeutend im Vergleich
mit der Zahl derjenigen, in denen das Wachstum des Gameto-
phyten entweder früh unterbrochen oder in Bahnen gelenkt wird,
die wesentlich vom normalen Entwicklungsverlauf abweichen. Die
Ursache dieser Störungen, die in allen Fällen zur vollständigen
Sterilität führen, ist wahrscheinlich vor allem in der mutmasslichen
Bastardnatur der Pflanze zu suchen. Es lässt sich wohl auch
denken, dass ausserdem die Einwirkung der Kultur dazu beigetragen
hätte, dieselben hervorzurufen. In welchem Grade diese oder jene
Möglichkeit zu dem Unfruchtbarwerden mitwirken, ist um so
schwieriger zu entscheiden, als die Sterilität, die durch das Ba-
stardieren verursacht ist, sich in gleicher Weise äussert wie dieje-
nige, die durch Modifikationen der äusseren Lebensbedingungen
bestimmt wird. In beiden Fällen dürfte, wie TiscHLER (1908) sagt,
ein gemeinsamer Grund vorhanden sein, »der die Pflanzen ver-
hindert, ihre normale Ontogenese zu durchlaufen. Ihr Idioplasma
ist wohl in allen Fällen so erschüttert, dass eine harmonische
Entfaltung aller Organe nicht mehr möglich ist, und eine völlige
Akkomodation an die Verhältnisse, unter denen sie leben, nicht
mehr von ihnen vorgenommen werden kann.» Diese durch die
Bastardierung verursachten Störungen des normalen Entwicklungs-
verlaufs der Pflanzen werden von Jost (1908 p. 457) mit der
Giftwirkung von CuSO, und anderen Substanzen verglichen. Wie
die Einflüsse der Gifte sich bald als Hemmung, bald als Steigerung
des vegetativen Wachstums zeigen, so können auch bei Bastarden
ähnliche Erscheinungen zum Vorschein kommen. RENNER (1914)
hat z. B. neuerdings bei Oenothera-Bastarden Embryonen be-
schrieben, die sehr früh in der Entwicklung stehen blieben; anderer-
seits ist das Luxurieren vieler Bastarde eine von alters her wohl-
bekannte Tatsache. Für die Fortpflanzungsorgane ist aber das
Resultat derartiger Einflüsse ein überwiegend einseitiges. Wo
Störungen des normalen Entwicklungsverlaufs der sexuellen Region
vorkommen, erweisen sie sich in den meisten Fällen als hemmend
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