- Project Runeberg -  Svensk botanisk tidskrift / Band 9. 1915 /
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in demselben viel mehr Plasma produziert, als es der Fall bei
normaler Embryosackentwicklung ist. Die Kerne sind oft hyper-
trophiert und nehmen grossartige Formen an. Man dürfte solche
Erscheinungen vielleicht als Luxuration des Gametophyten be-
trachten können, die jedoch wegen der Empfindlichkeit der genera-
tiven Sphäre für störende Einflüsse zur Entstehung von Anomalien
führt und die Unfruchtbarkeit verursacht. Diese luxurierenden
Embryosäcke erinnern in manchen Fällen sehr an gewisse dem
Gametophyten zugehörige Zellen, die durch lebhafte Nahrungszufuhr
übernährt sind, z. B. an das chalazale Endospermhaustorium von
Sempervivum (JACOBSSON-STIASNY 1913). Man vergleiche Fig. 1 und
4 Taf. 2 in der letztgenannten Abhandlung mit meiner Figur 11 e.

In Fig. 11 habe ich einige dieser Fälle veranschaulicht. Ein
junges Stadium zeigt Fig. 11c. Hier setzt die anomale Entwicklung
bereits unmittelbar nach der heterotypischen Teilung ein. Während
die untere Schwesterzelle gesund erscheint, zeigt der Kern der
oberen das Anzeichen beginnenden Hypertrophierens. Es sei ver-
gleichungsweise an die Figur 11 a erinnert, wo beide Dyadenzellen
zu Grunde gehen. Es ist sehr gut móglich, dass sich die Gift-
wirkung in ähnlicher Weise schon in der Embryosackmutterzelle
äussern kann; ich habe dies aber nicht belegen kónnen. In Fig.
11 d sind die Tetradenteilungen vollendet, und die oberste von
drei Megasporen führt einen deutlich hypertrophierten Kern. Ein
etwas späterer Zustand ist in Fig. 11 e dargestellt. Der Embryosack
ist von dichtem Plasma gefüllt und hat zwei stark veränderte
Kerne. Es lässt sich nicht mehr sagen, ob dieser Embryosack aus
einer einzigen Tetradenzelle entwickelt ist oder einen anderen Ur-
sprung hat. Fig. 11 f zeigt eine derartige starke Veränderung des
Inhalts des Sackes. Zwei sehr grosse Kerne liegen in das dichte
Plasma eingebettet. Fig. 13 b ist ein Querschnitt durch einen
Embryosack mit umgebenden Nucelluszellen. In dem reichlichen
dichten Plasma findet sich eine gróssere Anzahl von Kernen, die
wenig Chromatin, aber grosse Nukleolen besitzen. Das ganze
macht den Eindruck eines Endosperms, wie es sich in der über-
nährten chalazalen Region des Onagraceen-Embryosackes findet.
Diese vielkernige Zelle stammt von einer Megaspore ab; noch eine
Megaspore derselben Tetrade war ausgekeimt; diese besass einen
einzigen hypertrophierten Kern. In Fig. 12 a wird eine sehr
eigentümliche Ausbildung des Gametophyten abgebildet. Der letztere
hat die Gestalt eines sehr langen Schlauchs, der sich von der

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