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von Viburnum Lantana. Er fann hier, dass die Zellkerne der Em-
bryosäcke sich öfter anormal geteilt hatten, »so dass man bis zu
16 Kerne in einem Embryosack zählen konnte», und sie »hatten
sich auch mehr am Rande des ganzen Embryosackes verteilt, statt
in der normalen Lage zu bleiben.» Einen anderen Fall von Mon-
strosität im Embryosacke steriler Samenanlagen erwähnt TiscHLER
(1912) bei Ficus Carica, wo er ein einziges Mal eine Eizelle fand,
die nicht weniger als 132 freie Kerne enthielt. Hier wurden somit
die abnormen Entwicklungsvorgänge erst nach der Fertigstellung
des Sackes ausgelöst. Bei der apogamen Wikstroemia indica kommt
nach WINKLER (1906) eine ganze Anzahl von Anomalitäten zum
Vorschein, die zum Teil denen bei »Marinka» ähnlich sind. Teils
fanden sich hier verhältnismässig sehr häufig Embryosack-Oblitera-
tionen, »durchaus denen analog, wie sie TiscHLER bei manchen
Bastardpflanzen beschrieben hat». Aber auch das Weiterleben des
degenerierten Gametophyten war zu konstatieren: » Häufig liess sich
auch beobachten, dass zwar die Makrospore erhalten blieb und sich
auch vergrösserte, aber ohne dass dabei eine Teilung des Kernes
stattfand. Solche einkernig gebliebene Embryosäcke, deren Kern
auch übernormal grosses Volumen zu erhalten pflegt, erreichen in-
dessen, wie es scheint, nicht die Grösse normal gekeimter Makro-
sporen, sondern gehen vorher zu Grunde». Parm (1914) erwähnt
für Solidago serolina bei Fällen von Parthenokarpie das Vorkom-
men derartiger Embryosäcke mit nur einem grossen Kern in Sa-
menanlagen, die als verhältnismässig alt zu bezeichnen waren.
Als ein Seitenstück zu diesen nicht normalen Wachstumserschei-
nungen beim Keimen der Makrosporen sind gewisse Fälle mon-
ströser Pollenkörner zu erwähnen. In der vergrösserten Kernzahl
am meisten mit dem Tatsachen bei Viburnum übereinstimmend ist
NEMEC’s bekannter Befund von abnorm grossen, mehrkernigen,
embryosackähnlichen Pollenkörnern in petaloiden Staubgefässen
von Hyacinihus. An viele der umgestalteten plasmareichen Em-
bryosäcke bei »Marinka» erinnern die ausserordentlich grossen Pol-
lenkórner, die TıscHhLEer (1908) in den Antheren ätiolierter Blüten
von Potentilla Tabernaemontani x rubens fand. Sie waren dicht
mit Plasma gefüllt und lagen zwischen den tauben. Eine Teilung
des Kerns in einen vegetativen und einen generativen konnte nicht
beobachtet werden. Wir haben also hier wie bei »Marinka» einen
Fall, wo die Bastardnatur im Verein mit Kultureinflüssen (Ätiolie-
ren) in der sexuellen Region Störungen hervorrufen, wodurch
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