- Project Runeberg -  Svensk botanisk tidskrift / Band 9. 1915 /
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Dyadenkerns sogar ausfällt. Dabei werden »Tetraden» von drei
Megasporen erzeugt (vgl. Fig. 14b). In Fig. 14g ist eine Tetrade
abgebildet, deren oberste Querwand in schiefer Richtung verläuft.

Die bei der Varietät »Marinka» sehr häufige Erscheinung, dass
mehr als eine Megaspore die Entwicklung fortsetzt, konnte auch bei
allen übrigen untersuchten Fuchsia-Rassen beobachtet werden. Bei
einigen Formen kam sie selten vor, bei anderen schien sie ziem-
lich gewöhnlich zu sein. Die Anzahl der unterhalb des Embryo-
sackes auswachsenden Megasporen schwankt. In Fig. 14a ist ein
Embryosack der Form »Mrs. Rondel» im Zweikernstadium dar-
gestellt; unter demselben hat die zweite Tetradenzelle fast die gleiche
Grösse erreicht; die beiden untersten sind desorganisiert, bleiben
aber doch als dunkler Streifen erhalten. Fig. 14 b zeigt von
F. coccinea eine dreizellige »Tetrade»; die beiden unteren Mega-
sporen sind unter dem zweikernigen Embryosack erhalten. Wenn
eine unter dem Sacke gelegene Tetradenzelle einmal den Anstoss
zum Keimen erhalten hat, lebt sie bei den Fuchsien gewöhnlich
während der ganzen Embryosackentwicklung weiter. Eine Ausnahme
von dieser Regel wird in Fig 14 c vorgeführt. Die zweite Megaspore
ist hier anfänglich ein wenig angewachsen, aber desorganisiert
später, wenn das Vierkernstadium des Embryosacks erreicht ist.
Die beiden chalazalen Megasporen sind bereits von Anfang an
degeneriert.

In Fig. 15 sind vier Embryosäcke von F. procumbens abgebildet.
Fig. 15a zeigt das gewöhnliche Aussehen des Sackes bei dieser Art.
Bemerkenswert ist, dass die Eizelle hier wie bei manchen anderen
Fuchsien sehr häufig völlig dieselbe Gestalt wie die Synergiden
besitzt. Sie ragt nicht über die letztere vor, und die Vakuole hat
ihren Platz an dem gegen den Sack gekehrten Ende der Zelle.
Auch die Figuren 15b, 15c, 9b und 10a zeigen Eiapparate von
demselben Bau. In dem Embryosack, der in Fig. 15d dargestellt
ist, hat dagegen die Eizelle die normale Gestalt. Fig. 16 a zeigt
eine Abnormität derselben Art, die oben für »Marinka» beschrieben
wurde. Wir haben hier noch einen Fall von umgekehrter Polarität
des Embryosacks. Der grössere Polkern verweilt in der mikropy-
laren Region des Sackes, während das entgegengesetzte Ende von
drei gleichen wandgestellten Zellen eingenommen wird. Ob eine
derselben die Natur eines Eies besitzt, lässt sich nicht aus der
Gestalt der Zellen entscheiden, denn bei dieser Art hat ja die Eizelle,
wie vorhin erwähnt wurde, auch in normalen Embryosäcken sehr

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