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Das Verhältnis zwischen der Individuenzahl der beiden Typen war
demnach 4,ıs :1. Ich behaupte, hiermit erwiesen zu haben, dass
die Capsella-Exemplare, welche durch meine Kreuzung entstanden
waren, Monohybriden waren, die in F, regelrecht aufspalteten.
Dass das Verhältnis zwischen den beiden Kapseltypen 4,ıs: 1 und
nicht 3 : 1 war, dürfte mit der kleinen Anzahl der Pflanzen zusam-
menhängen, die mir zur Verfügung standen. Da ich es nicht für
nötig hielt, die Versuche weiter fortzusetzen, wurde die Kultur weg-
geräumt, um einigen Zierpflanzen Platz zu machen. Das Resultat
meiner Untersuchung wurde am 13. Oktober 1914 in der Sitzung der
Botanischen Sektion der Naturwissenschaftlichen Studentengesell-
schaft von Upsala mitgeteilt.
Kurze Zeit nachher fiel mir in die Hände Snurrs ausführliche
und interessante Arbeit von 1914.’ Er konnte hier, von den Unter-
suchungen NILSSON EHLES angeregt, mit aller Deutlichkeit nach-
weisen, dass die trianguläre Kapselform seiner Versuchspflanzen von
zwei verschiedenen Faktoren (C und D) bedingt ist, deren jeder die
erwähnte Form der Kapseln hervorbringen kann. Capsella Heegeri
(cedd) fehlen diese beiden Faktoren. Nach Kreuzung zwischen
CCDD und ccdd entsteht natürlich eine F,-Generation, die nach
dem Verhältnis 15:1 spaltet, das heisst, auf jedes Heegeri-Indivi-
duum kommen fünfzehn von normalem Typus. Durch Analyse
einer grossen Anzahl F,- und F ,-Familien hat SHuLL nachgewiesen,
dass, wie die Theorie fordert, einige nicht spalten, andere an-
nühernd gemäss dem Verhältnis 15 : 1 mendeln und wieder andere
nach dem Schema 3:1. Gewöhnlich bekam er zu viele Pflanzen
mit triangulären Kapseln. Dies dürfte hauptsächlich dadurch zu
erklären sein, dass Capsella Heegeri sich langsamer entwickelt als
SHULLS normalfrüchtige Formen. »There has been», schreibt er
(1914 S. 117), »in general an excess of the bursa-pastoris type among
the plants first coming to bloom and a corresponding excess of
Heegeri among the plants last to bloom.» Wenn nun eine Kultur
von Cysiopus angegriffen oder anderen ungünstigen Einflüssen aus-
gesetzt wird, leiden natürlich die jüngsten Pflanzen am meisten,
und diese gehen daher oft ein, ehe sie Früchte bilden, das heisst,
es werden Heegeri-Individuen ausgeschieden.
’ Nach Durchlesen derselben suchte ich nach einigen eventuell noch vorhandenen
Exemplare meiner F,-Pflanzen. Drei waren noch zu finden, die einige wenige Samen
hatten. Im Sommer 1915 lieferten zwei nur Pflanzenmit triangulären Kapseln; das
dritte jedoch auch Heegeri-Individuen, und zwar 16 von jener und 3 von dieser Art.
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