Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - M. Aurora von Königsmark
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Man kann was sonderbare aus allen Dingen lesen,
Das alle Herzen trifft und machet Schreckens Graus,
Ich fühl’s und schrecke bald mit jenem Kriegsmann ans:
In Wahrheit dieser Mensch ist Gottes Sohn gewesen!
Ich seb* ein göttlich Licht in blassen Wangen siegen,
Und in ein Todesbild des ewgen Lebens Kraft,
In Schwachheit, Sterbeosnoth der Allmacht Eigenschaft,
Ich sehe mich bekrönt und Satan unterliegen.
Und nunmehr ist es aus mit Hölle, Tod and Sunden,
Der ihrer mächtig ist, der nimmt es mit sie an,
Der fangt den Stachel auf, der ihm wohl tragen kann:
Erst will er leidend sein, dann will er uberwinden.
Ach, Ureach’ zu dem Schmerz, ach, Ursach’ zu dem Leiden,
Wie kann ich deinen Tod bedenken ohne Pein?
Wie kann ich ganz befreit auch sonder Freude sein
Von Sunden, die von Dir mich ewig sollten scheiden?
Nun bin ich frei gemacht, nun kann ich trostreich prangen,
Was scbad’t mir Sunden Last, was schadt mir Höllen Noth!
Nicht bitter ist mein Leid, nicht grausam ist der Tod:
Es kömmt der Himmel d’raus, wo Jesus durchgegangen.
Es sollte billig hier aus aller Welt und Enden
Sich die erlöste Schaar der Menschen stellen ein,
Und mit gebeugtem Knie Dir billig dankbar sein,
Dass alle Plagen sich auf einmal von uns wenden.
Doch wenig seh’ ich hier, Da musst alleine bleiben;
Und bussen derer Schuld, die Dir undankbar sind;
Ach, diese Missethat sich anch bei mir befinde,
Nur selten lass ich mich von Deinem Geiste treiben.
Oft eil* ich Dich vorbei mit allem Weltgetummel,
Die Augen mögen nicht nach Deinen Wunden sehn.
Nun folg7 ich Dir ins Grab, lass mich stets mit Dir gehn.
0, Jesu, zeuch mich nach, wann Du auffahret gen Himmel!
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