Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - M. Aurora von Königsmark
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VI
In Verfolgung.
■Eis ist umsonst dass Menschen sich bemühen
Die schwere Last der Sorgen hier za fliehen:
Uns wachset stetz durch des gerechten Schloss
Die herbe Noth, der bittre Thränenflass.
Mein Anfang war ein Anfang zu den Klagen,
Mein Frühling hat nur Dörner mir getragen.
Die Zeit der Lust versagt mir ihren Kranz,
Des Unglücks Sturm vertreibt der Jugend Qlanz.
Mein Auge wird auch künftig weinend sehen,
Dass Zeit und Noth nur stetz beisammen gehen,
Dass hier nichts ist zu meinem Trost gemacht,
Dass alles bloss auf meinen Schaden wacht.
Ich weiss mir nichts auf Erden zu erfreuen
Und möchte mich auch wohl für Freude scheuen,
Oft wird die Seel’ in manche Qual gebracht
Durch eine Lust, die vor nicht voll bedacht. x
Drum weil mir nicht die Weltlust kann gebühren,
So soll mich auch die Hoffnung nicht verführen,
Ich gebe mich an mein Verhängniss hin,
Zu stetem Leid bereit’ ich meinen Sinn.
Ja, fahre fort, o Welt mein Herz zu nagen,
Fahr immerfort rechtschaffen mich zu plagen,
Üb’alle Wuth und richte wie Du willt,
Weil Dein Gericht bei meinem Gott nicht gillt.
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