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38 W. E. Lidforss.
inhalte des fubftantivfatzes, je nachdem er fich damit mehr oder weni-
ger einverstanden wissen will. Der indikativ hat allo in gewilfen fällen
feinen unbestrittenen platz in fubftantivfätzen, aber der kampf dauert
noch immer fort, und diesmal handelt es fich darum, den konjunktiv
ganz davon zu vertreiben, und zwar aus dem grunde, weil schon durch
das beziehen des nebenfatzes auf ein fubjekt im hauptfatze deffen in-
halt als der ffäre der fubjektivität anheim gehörig hinlänglich bezeich-
net wird, ohne dass es nötig wäre dies noch obendrein durch den mo-
dus zu bezeichnen. Diefes hervordrängen des indikativs in das alte ge-
biet des konjunktivs ift zuerft von GRIMM anerkannt worden, indem er
im wörterbuche unter dem worte dass äusert: ”1. Am einfachften ver-
bindet die konjunkzion den abhängigen fatz a. mit zeitwörtern die eine
empfindung, eine tätigkeit des geiftes oder der finne ausdröäcken wie
fehen, hören, bemerken, wissen, denken, glauben, föhlen, hoffen, wiän-
schen, fäörchten und ähnlichen. b. bei fagen, melden, äusern, mitteilen
und ähnlichen. ec. bei befehlen, bewirken, bitten, erlauben, flehen, ge-
statten und ähnlichen. d wenn ein zustand, ein bestimmtes verhältnis,
ein eingetretenes ereignis angezeigt wird. 2. Wo ungewifsheit statt findet,
folgt bei dem präteritum mit recht der konjunktiv - - - -. Freilich
gestattet man auch den indikativ, der dann im präflens steht - - - Geht
das präfens voran, fo läst man gewöhnlich den indikativ folgen - - -:
besser ift der konjunktiv. So in der alten sprache - - -. Sollen die
worte anderer angefährt oder nachrichten mitgeteilt werden, fo ift in
der regel der konjunktiv erforderlich. Beim präfens - - -, doch läst
man bei völliger gewifsheit auch den indikativ zu - - - -. Beim prä-
teritum - - - -. Aber man läst auch das prefens konjunkt. folgen, - - - -.
Ja bei gewifsheit fogar das präfens indikat. - - - -.”
"”Liegt in dem verhältnis noch eine ungewifsheit, ift der erfolg nicht
ficher, fo gebraucht man den konjunktiv auch da, wo man den indika-
tiv erwartet —- - - -.”
Erwägen wir nun die oben angefährten tatfachen, fo därfen wir
vielleicht als folgerung ziehen:
Der konjunktiv steht in fubstantivfätzen als ausdruck der fubjekti-
vität, wenn diefe foll bejonders hervor gehoben werden; da fie aber
immer auf en im hauptfatze bezeichnetes fubjekt als deren träger be-
zogen und schon dadurch von der objektivität unterschieden wird, fo
geht die tendenz der sprache dahin, fie im nebenfatze nicht weiter zu
bezeichnen , fondern schlechthin durch den indikativ auszudräcken.
Es bedarf kaum befonders bemerkt zu werden, dass bei indirekter
rede nicht nur der fubftantivfatz, fondern auch alle andere nebenfätze,
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