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Om Apostelen Petrus och den äldsta kyrkans falska Gnosis. 75
net, hvilka utöfvat ett betydande inflytande på behandlingen af hela
denna fråga, utgöra ännu den vältaligaste apologien för originaliteten
af Jude Bref och förtjena att här kännas i sin helhet. De lyda med
den för honom egna målande liflighet så:
”Nun setze ich gleich hinzu, wie ich den Brief Judas und nicht
den zweiten Briet Petrus fär die Urschrift halte; weiss auch kaum,
wie man das Gegentheil je oder so lange bat glauben können. Aehnlich-
keit ist offenbar. Judas muss ins kurze gezogen, oder Petrus erweitert
haben — nun lese man und sage: Was ist natirlicher, anschaulicher,
edler? Der kurze majestätische Briet Judas, Fin Stöck von Anfang
bis zu Ende! mit dem ersten Buchstaben Zweckmässig angelegt, uud
mit jeder Geschichte, selbst jeder apokryphischen Geschichte streng und
wärdig unterhalten. Wir werden eine Gegend finden, die so ganz Ur-
schrift seines Gemäldes, als sein Gemälde selbst ganz ist! die ersten
Väter haben den Briet Judä als eigenthiunlich gekannt und in seiner
Wirde geschätzt und gefählet: keiner denkt an den Kopisten des Briefes
Petrus”.
”Petrus auf der andern Seite, wie wärdig kann er den Brief Judas
brauchen! War die Sekte, wider die Judas schrieb und die er so stark
und treffend schildert, auch in die Gegenden Petrus verbreitet — wa-
rum, dass er nicbt seine Schilderung ergriffe, ausföhrte, anwandte?
Was ihm zu fern, seinem Zweck zu fremde döukte, lies er weg, setze
daför einen Anfang, ein Ende, was nur Petrus so setzen konnte —
wie viel Zwecke hatte er damit erreicht! Den Brief des jungen Lehrers,
der kein Apostel war, und sich auf das Ansehn der Apostel (v. 17)
berufet, mit mehr als seinem Ansehn bestätigt, den Bruder seines
Freundes, den er vielleicht selbst in die Gegenden, wohin der Brief
ging, (wie Ap. G. 15: 27) gesandt hatte, unterstäötzt: ein starkes, ge-
drängtes Gemälde, das jeder föhlen muss, gemeiner gemacht, von ein
Paar schwerernv Stellen geläutert, eingeleitet, umschrieben, erweitert.
Siehe da die Auflösung, wäördig för beide Seiten. Wer Gefähl hat, den
ersten starken zusammenhang der Urschrift und die lauern, behutsa-
men, aufgelösteren Zäöge der Paraphrase zu erkennen, der lese; und
er wird keinen Augenblick zweifeln. Da hängt der käöhne, treffende
Umriss mit einem Federzuge: dort das ausgemalte, reichere Nachbild.
Jenes entwarf der Feuervolle Jingling: dies föhrte der reifere Mann
”Siehe, welch ein ganzer, kräftiger, wie ein Feuerrad in sich selbst
zuräöcklaufender Brief (der Br. Judas)! Man nehme das Schreiben Pe-
trus dazu, wei es einleitet, wildert, auslässt, ausföhret, bekräftigt,
Bild in Prophezeiong, Ermahnung in Unterricht, Feuer in Licht ver-
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