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treffen, da insgemein auch die Vertreter der tropischen Flora
viel weniger vollständig zu Gebote stehen und in oft recht weit
von einander stehenden Familien ähnliche Blattnervaturen
vor-kommen. Vielfach ist man, zumal auch die tropische fossile
Flora nur in iliren Anfängen bekannt ist, auf Vermuthungen
angewiesen, bis besseres Material einst die Zweifel beseitigt. —
14. Die Familie der Laurineen ist in unserer Labuanflora (VI)
nur sehr gering vertreten durch einige ganz unvollständige
Blattfetzen und durch eine Frucht, die wohl hierher gehören
könnte. Dagegen finden sie sich zahlreich an den ubrigen
Fundstätten vor. So ftihrt Goeppert (I) von Java auf
Baplino-gene Javanica Goepp (= Cinnamomum Goepperti Ett.) und
Daphnogene intermedia Goepp., Daphnophyllum beilschmiedioides,
J). haasioides und D. viburnifolium Goepp. Von Sumatra
er-wähnt Heer (III) Daphnophyllum Schefferi, D. elongatum, D.
concinnum und 1). laneeolatum Heer, während die fossile Flora von
Borneo (IV) Litsaea Boettgeri Glr lieferte. Die von Heer (II)
aus Sumatra als Daphnophyllum beilschmiedioides Goepp.
auf-gefuhrten Blattfossilien zieht v. Ettingshausen, wie mir
scheint mit Recht, nicht hierher; er bezeichnet dieselben als
Bombax Heerii Ett.
Gamopetalae. 15. Die Familie der Rubiaceen, welche noch
jetzt in den Tropen so zahlreich vorkommt, diirfte auf Borneo
(IV) durch Grumilea mephitidioides Glr vertreten gewesen sein.
V. Ettingshausen bezeichnet diesen Abdruck als Castanopsis
mephitidioides. Es diirfte jedoch der Unterschied von der
leben-den Grumilea affinis Thw. (vergl. die dort beigefugte Abbildung)
in der Starke der Primär- und Secundärnerven wohl kaum so
stark hervortreten, als v. Ettingshausen annimmt, wenn
auch die mehr in die Länge gezogene Gestalt des fossilen
Blattes einen kleinen Unterschied bedingt. Zudem weic-hen
die 3 von v. Ettingshausen abgebildeten Castanopsis-Blätter
durch ihre viel geringere Grösse von dem fossilen Reste ab
und, wie mir scheint, noch besonders dadurch, dass auch die
oberen zwischen den Secundärnerven sich ausspannenden
Tertiärnerven fast horizontal verlaufen, während dieselben bei
sämmtlichen abgebildeten 3 Castanopsis-Blättern schief nach
unten abgehen. Gerade in diesem Nervaturverhältniss stimmte
aber der fossile Rest mit der lebenden Grumilea affinis Thw.
von Ceylon. Reste, welche sehr viele Aehnlichkeit mit gewissen
Rubiaceenblättern besassen, fanden sich auch auf Labuan (VI)
mehrfach vor, ohne dass dieselben mit vollständiger Gewissheit
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