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auf dem Hiigel, eine bessere Vegetation und bildeten wie
Oasen, wo auf dem ganz trocken aussehenden Boden
Andromeda tetragona u. a. Pflanzen gut zu gedeihen schienen.
Die bessere Vegetation aller Vertiefungen dieser Tundra1
scheint mir nicht andere Ursache haben zu können, als dass
die sich durch das Verwittern der Gesteine und die Verwesung
der Pflanzentheile bildenden Nährstoffe in den Vertiefungen
auf-gesammelt werden. Von der sich allmählich hebenden Ebene
werden diese Nährstoffe sehnell abgespiilt. Auch die
Feuchtig-keitsverhältnisse können in den Vertiefungen Vortheile ergeben.
Entsprechende Verhältnisse findet man öfters, indem die Spitzen
und Rucken freistehender Hiigel und dgl. Erhebungen eine viel
spärlichere Vegetation darbieten, als die umgebenden Flächen;
solc-he Hiigel fanden wir in Sibirien und beim Beringsmeere
mitten in den torfbedeekten Feldern nur mit einer diinnen
Kruste bekleidet.
Es scheint mir lehrreic-h zu erfahren, dass in einem
ver-hältnissmässig fruclitbaren Lande, diclit bei der Waldgrenze
und auf einer mässigen Höhe iiber dem Meere gelegen, eine
Wiistentundra sich ausbilden kann, ebenso wiist und ähnlicli
gebildet wie diejenigen bei Chabarova. und Cap Tscheljuskin.
Es beweist dieses, dass die betreffenden Tundren nicht nur
durch das rauhe Kiima zu Stande kommen, sondern dass in
einem viel giinstigeren Kiima eine geeignete
Bodenbeschaffen-heit und eine gewisse Formation der Erdoberfläche dasselbe
bewirken kann, ohne dass die Höhe iiber dem Meere die
Er-klärung abgiebt.
4. Eine naturliche Circulation der Pflanzen in
einer haidenähnlichen Formation auf der
Bering Insel.
Oben S. 518 u. 521 habe ich die betreffende Formation
be-schrieben. Sie nahm denselben Platz ein, wie höher im Norden
die Krustendecke der Erde, d. h. Spitzen und Rucken und
andere freistehende Erhebungen in den Tundren, und war
1 Die bessere Vegetation derartiger Vertiefungen ist vielmals beobachtet.
Middendorff spricht davon, ebenso Baer; vgl. Gr is e bach, Vegetation der
Erde, Bd I, S. 52, u. s. w.
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