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An den lebend beobachteten Exemplaren schien der schmale distale
Teil des Fusses ungegliedert. Bei einigen nach der Methode Rousself.ts
konservierten Exemplaren, die mir Dr. P. de Beauchamp freundliehst
zur Untersuchung übergeben hat, ist der distale Fussteil in ein langes
vorderes und ein kürzeres distales Stück gegliedert (Fig. 1 d). Ein solches
Exemplar hat Llvander in seiner naturgetreuen Figur abgebildet. Nach
Beobachtungen an andern Individuen wird das gewöhnliche Aussehen des
Fusses dadurch hervorgerufen, dass das kleine Endglied in der Regel
fernrohrartig in das längere Glied eingezogen getragen wird. Der ganze
Fuss ist an den erwähnten Exemplaren sehr lang und schlank. Der
Rumpfteil ist meist weniger weit ausgestreckt, bisweilen sogar ziemlich
stark kontrahiert; das Aussehen der Tiere erinnert dann sehr an
Eichwalds Figuren seiner Distyla weissei.
Die Zehen sind äusserst charakteristisch; in ihrer Form hat man
eines der sichersten Merkmale dieser Art. Sie sind in ihrem basalen
Teile dick, etwas angeschwollen, mit ziemlich geradliniger innerer und
ausgeschweifter äusserer Kontur. Distal verschmälern sie sich ziemlich
unvermittelt zu einer schmalen, aber nicht scharfen Spitze; diese hat
eine wechselnde Länge, ist aber stets, wenigstens bei nicht allzu
flüchtiger Untersuchung, sehr deutlich (Fig. 1 «—g).
Von den früheren Autoren haben Gosse, Daday und Lie-Pettersen
die Form der Zehen richtig erkannt; von dem letztgenannten Autor wird
die Spitze jedoch unrichtig scharf zugespitzt gezeichnet. Levander hat
an seiner Figur die Verschmälerung schwach angedeutet, erwähnt aber
nichts davon.
Wie schon mehrere Autoren bemerkt haben, werden bei den
Bewegungen des Körpers die Zehen oft in das letzte Fussglied eingezogen:
noch häufiger ist der proximale Teil des Fusses in den Rumpfteil
eingestülpt.
Die Cuticula ist bei der grossen Kontraktilität des Körpers
natürlich sehr biegsam, gleichzeitig ist sie aber dick und sehr fest. Dies ist
an den lebenden Tieren direkt erkennbar; ein Rotator mit dünner
Cuticula, z. B. eine Notommata oder eine Furcitlaria, würde nie eine so
regelmässig ovale Gestalt annehmen können, wie die in Fig. 1 f und g
abgebildeten Exemplare. Es ist daher durchaus nicht verwunderlich,
dass Gosse seine “Mytilia‘‘-Arten zu den “Loricaten“ rechnete.
Das Räderorgan stellt eine terminale Wimperscheibe dar. Dorsal
findet sich ein kräftiger Büschel von längeren Cilien ; sonst habe ich die
Verteilung dieser letztem nicht untersucht. Besonders wuchtig ist es,
dass das Räderorgan sich nicht (oder nur ganz unbedeutend) ventral von
der Mundöflnung erstreckt. Das kann man aus Fig. 1 e ersehen, noch
deutlicher aus der Figur Beauchamps seiner nahe verwandten Proriles
similis.
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