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scheint keine Attraktion auf die Spermien auszuüben. (Vergl. hingegen
das Uterusepithel bei CrygtocéUdes und Polyposthia.) Es bleibt nun noch
eine dritte Erklärungsmöglichkeit, die nach meiner Meinung die
wahrscheinlichste ist, dass nämlich das von dieser Blase abgesonderte Sekret
von direkter Bedeutung für die Eier sei. Ich denke mir dabei, dass
das Sekret den Eiern bei der Ablegung beigegeben würde. Die Blase
würde also eine Art Eiweissdrüse repräsentieren. Die riesige
Entwicklung der Blase bei vielen Gattungen (Discocelides, Aprostatum, Noloplnna
u. a.) und ihr hohes stark sekretorisches Epithel würde ja hiedurch ihre
Erklärung finden. Dass enorm grosse Säcke, wie die von Styloplanncera,
nur ausgebildet wären, um Sperma zu verdauen oder aufzubewahren,
scheint mir ziemlich unwahrscheinlich. Von geringer Bedeutung ist
hingegen, dass gelegentlich Spermien hier Vorkommen können. Gegen diese
Erklärung spricht jedoch das Vorkommen des accessorischen Kanals der
Drüsenblase von Discocelides. Dieser Kanal scheint ja direkt zur Aufnahme
des männlichen Begattungsapparats bestimmt zu sein. Das Sperma könnte
in diesem Falle direkt in die Langsche Blase eingespritzt werden. Aber
gerade hei meinen zahlreichen Schnittserien von Discocelides habe ich in der
riesigen, stark sekretorischen Blase kein gut erhaltenes Sperma gefunden.
Den Ductus Vaginalis, der ja auch bei anderen Plathelminthen
vorhanden ist, haben meiner Ansicht nach verschiedene Gattungen selbständig
erworben (Pag. 109). Er ist bisher hei folgenden Polvcladen gefunden
worden: Trigonoporus Lasg, Parastylochus n. g., Bergendalia Laidlaw,
Copidoplana n. g., Tripylocelis Haswell, Polyporus Plehx und Luidlawia
Herzog. Seine Bedeutung ist nicht sichergestellt. Besonders eigentümlich
ist er bei den zwei letzten Gattungen, da er am Hinterrand. resp. auf
der Bückenseite des Körpers mündet.
Hypodermale Injektion von Sperma sowohl auf der Bauch- als auf
der Rückenseite habe ich besonders schön bei Prosthecerceus vittatus (auch
im Leben), Prosthiostomum pulchrum und Hoploplana grubei feststellen
können.
Die zahlreichen Begattungsapparate von Polyposthia und die
Herleitung der anomalen Lage der männlichen Öffnung von Cryptocelidis
habe ich oben (Pag. 98 und 107) diskutiert. Auch die beiden männlichen
Apparate bei mehreren Thysanozoon- und Pseudoceros-krtea. sind nach
meiner Meinung durch Spaltung der Anlage eines einzigen Apparats zu
erklären. Ich kann daher Stummer-Thaunfels nicht beistimmen, wenn
er den von Laxg bei Pseudoce.ros maximus beschriebenen
Verschiedenheiten in der Anzahl der männlichen Apparate “zum mindesten den Wert
eines specifischen Merkmales“ zuerkennen will. Bergendal (1893 d, p. 15)
erwähnt, dass er bei Thysanozoon in 2 oder 3 Fällen vier männliche
Begattungsapparate gefunden habe. Diese Angabe bildet eine weitere
Stütze meiner Auffassung.
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