- Project Runeberg -  Zoologiska Bidrag från Uppsala / Band III. 1914 /
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(1911-1967)
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Die in Fig 63—65 abgebildeten Tiere sind in demselben See und an
demselben Tag eingesammelt worden. Es kann daher bei der völligen
Übereinstimmung der inneren Körperteile über ihre Zugehörigkeit zu einer
und derselben Rasse kein Zweifel bestehen. Fig. 65 und 67 sind nun
aber den Abbildungen Dahl’s (Fig. 50) und Müller’s (Fig 9, Taf. 30)
über L. incisa Dahl bis zum Verwechseln ähnlich. Ich glaube durch die
jetzt gegebene Darstellung der Variabilität der Schalenform bei L.
inopinata gezeigt zu haben, dass “L. incisa“ betreffs der Schale innerhalb
des Variationsgebietes der L. inopinata liegt. Bezüglich der inneren Teile
(Gliedmassen etc.) heben sowohl Dahl, Saks (1903, S. 32) als auch Müller
die Übereinstimmung der beiden fraglichen Formen hervor. Zwar sollte nach
Dahl’s Fig. 57 die Furka keine Hinterrandborste besitzen, aber da der
Autor im Text diese auffällige Abweichung von der auch von ihm
verglichenen L. inopinata nicht erwähnt, und da er übrigens in seinen
Abbildungen nicht ganz zuverlässig ist (in Fig. 50 liegen die Augen teils,
wie es auch Müller bemerkt, in der hinteren Körperhälfte, teils auch
in viel zu grosser Entfernung von einander), so braucht man meines
Erachtens diesem Verhalten kein Gewicht beizulegen. X. wcisa Dahl ist
daher als selbständige Art zu streichen und als synonym mit

L. inopinata Baird zu setzen. Derselben Ansicht sind auch Brady u.
Norman (1896, S. 733), jedoch findet man ihre Behauptung durch keine
Gründe motiviert; ebenso Hartwig1.

L. inopinata steht der Art L. s:ti patricii sehr nahe. Sichere
Erkennungsmerkmale sind jedoch die bedeutend kleinere Grösse, die
beträchtlichere Länge der Endborste der Furka, die ebenso lang ist wie die Furka,
und die Abwesenheit starker Chitinleisten zwischen den Genitalhöekern und
den Chitinleisten des letzten Beinpaares. Wenn die Schalenhöcker gut
ausgebildet sind, können auch sie als sicheres Merkmal gelten.

Diese Art fand ich in den Seen Landsjön n. ö. von Jönköping (in
4—7 m Tiefe, am 11. August) und Vendelsjön n. von Uppsala (in 2 m
Tiefe, am 20. Juni). In Schweden ist sie früher von Lilljeborg im
Mälaren gefunden.

Limnicythere sancti-patricii Brady u. Robertson.

Auch bei dieser Art habe ich in der Schalenform eine grosse
Variabilität gefunden, und zwar bei Betrachtung des Tieres sowohl in seitlicher
als in dorsaler Lage. Die Länge schwankt bei den Weibchen zwischen
0,76 und 0,85 mm, bei den Männchen fand ich 0,87 mm. Das Verhältnis
Länge : Höhe kann auch in demselben See beim Ç variabel sein. Zwei
Typen sind in Fig. 68 und 69 abgebildet; die Extreme sind 100 : 47 und
100 : 54. Im erstgenannten Fall ist die Schalenform des Ç derjenigen
des J1 ganz ähnlich. In dorsaler oder ventraler Ansicht zeigen die Schalen
1 In »Brandenburgia» 1896, S. 380. Die Schrift ist mir nicht zugänglich gewesen.

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