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das Rostral ganglion, wie zuvor erwähnt, zwei Kommissuren ; eine
vordere schwächere und eine hintere etwas stärkere. Also ein
Kommissurenverhältnis, das mit demjenigen der sämtlichen übrigen Bauchganglien
übereinstimmt, denn diese haben alle eine schwächere vordere, ventrale
und eine stärkere hintere, dorsale, Kommissur. Diese Kommissuren des
Rostralganglions sind indessen praeoesophageal, im Gegensatz zu den
Kommissuren der folgenden Ganglien.
Zum vorderen Segment, das von einem Bauchganglion innerviert
wird, gehört primär auch ein Paar Extremitäten, und es fragt sich nun,
ob etwas darauf hindeuten kann, dass ein solches Extremitätenpaar
jemals existiert habe, oder eventuell immer noch existiere. Auf diese
Frage, wie auch auf die Ursache des praeoesophagealen Verlaufes der
Rostralganglienkommissuren komme ich im folgenden Kapitel zurück.
Die Nerven Nr. 3 gehen von denselben Neuropilemmassen wie der
Rostralnerv aus und innervieren einige Muskeln an der oberen
Schnabelinsertion.
Die Nerven Nr. 5 innervieren Muskeln, die sich aller
Wahrscheinlichkeit nach gleichzeitig mit der Schnabelentwicklung herausdifferenziert
haben, und die dazu dienen den Schnabel abwärts und nach den Seiten
zu biegen.
Hoek hat konstatiert, dass 4 Nervenpaare bei Colossendeis.
mega-lonyx Hoek vom unteren Schlundganglion ausgehen. Das kleinste dieser
Nervenpaare geht in nächster Nähe vom Schlundring aus, und zwar
eigentlich vom unteren Teil des Schlundringes, obgleich mit seiner Wurzel
im vordersten Teil des unteren Schlundganglions, von wo es vorwärts
nach den unteren Schnabelautimeren verläuft und in diese eindringt. Bei
Colossendeis proboscidea Sab. habe ich auch dieses von der Aussenseite
des unteren Teiles des Schlundringes ausgehende Nervenpaar gefunden
und dasselbe nach vorn verfolgt, aber nicht gesehen, wo es endigt.
Bei Boreonymphon robustum Bell habe ich ein von der
Aussenseite der Mitte des Schlundringes ausgehendes Nervenpaar entdeckt
(siehe Taf. XII, Fig. 20) und dieses verfolgt bis die Nerven sich dicht
an der Insertionsstelle der Palpen verzweigen und Muskeln bei der
Insertion des Schnabels innervieren. Einige Aste dringen auch ein kurzes
Stück in die unteren Schnabelantimeren ein. Die Lage des Nervenpaares
an der Aussenseite des Schlundringes und der weitere Verlauf der
Nerven zeigt, dass dieses Nervenpaar mit den Nerven Nr. 5 des Nymphon
grossipes-mixtum homolog ist, -was auch aller Wahrscheinlichkeit nach
mit dem vom unteren Teil des Schlundringes der obenerwähnten
Colos-sendeisarten ausgehenden Nervenpaar der Fall ist. Aber die Nerven
Nr. 5 gingen bei N. grossipes-mixtum vom vorderen Teil des
Hinterhirns aus! Zieht man nun in Betracht, dass bei den Pantopoden während
ihrer Entwicklung eine Verschiebung des vordersten Teiles der
Bauchganglionkette nach oben gegen das Gehirn erfolgt, und bedenkt man
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