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Dieses spätere Stadium ist vom ersteren leicht abzuleiten. Im
Kleinsee XXVIII leben noch die langstacheligen Sommerformen. Xur ein Teil
derselben trägt Eier. Denken wir uns jetzt, dass diese Eier entwickelt
werden, so erhalten wir eine geringe neue Generation, die, weil sie bei
niedriger (sinkender) Temperatur geboren ist, mit kurzen Stacheln
versehen ist oder solcher sogar entbehrt. Vir erhalten also eine ebensolche
M»m-6p«-Population wie die im Reliktsee jetzt lebende. Die frühere,
langstachelige Generation ist hier gestorben, und die neue ist noch nicht
zur Eierbildung übergegangen, eine Eierbildung, die J1- und Dauereier
hervorbringen dürfte.
Diese Seen bieten ein besonderes Interesse dadurch, dass Mysis
oculata var. relicta und Gammaracanthus loricatus var. laciistris in
denselben Vorkommen. Das diesbezügliche Interesse wird um so grösser,
als ihr Vorkommen in diesen Seen dieselbe Geschichte, die zu ihrem
Vorkommen als Relikten in einigen schwedischen Binnenseen führte,
abspiegelt, obwohl in diesem Falle andere Ursachen wirksam
gewesen sind.
Xach B. Höobom (1911) ist der Verlauf folgender gewesen.
Als die Halbinsel, auf welcher diese Seen liegen, und die jetzt die
Credner-Moräne genannt wird, sich bildete, wurde die Braganzabucht und
das Kjellström-Tal durch den weit sich vorschiebenden Paula-Gletscher zu
einem eisgestauten See aufgedämmt (siehe die Karte, Fig. 15). Dieser
eisgestaute See. den ich im Folgenden den Braganzaeissee nennen werde,
hat zahlreiche Spuren alter Strandlinien hinterlassen, nach B. Eögboji
bis zu einer Höhe von wenigstens 8 m über dem Fjord. Ich selbst habe
solche alte Strandlinien einige Meter höher als der Kleinsee XXVII. das
heisst höher als 11 m über dem Fjord, beobachtet.
Die drei obigen Seen wie die hier untersuchten Tümpel
haben also einst Teile des Braganzaeissees gebildet.
Im Folgenden werde ich mich hauptsächlich mit dem Reliktsee. in
welchem diese Arten beide gefunden sind, beschäftigen.
Im Braganzaeissee kamen mit Sicherheit sowohl Mysis als
Gcim-maracanthus vor. Sie passten sieh auch hier allmählich vom salzigen
dem süssen Vasser an, in derselben Veise, wie in Skandinavien diese
Anpassung für einen grossen Teil der hiesigen Relikten im Ancylussee
stattgefunden hat. Als das Eis sich später zurückzog, blieb die
Braganzabucht nach wie vor ein Süsswassersee, durch die Moräne
abgesperrt und mit seinem Abfluss über dieselbe, bis sein gegenwärtiger
Abfluss zwischen Kap Barry und Kap Littrow sich gebildet hatte. Schon
früher ist jedoch der Reliktsee von den übrigen Teilen des
Bragauza-eissees isoliert worden, was daraus hervorgeht, dass grosse Teile der
Moräne auf niedrigerem Xiveau liegen, als der Reliktsee lag, ehe der
gegenwärtige Abfluss völlig hinuntererodiert war. Vir dürften sicher-
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