- Project Runeberg -  Nordisk tidskrift för bok- och biblioteksväsen / Årgång X. 1923 /
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(1914-1935)
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DIE INDULGENZBULLE PAPST SIXTUS IV

ZUM BESTEN DES WIEDERAUFBAUES DER DURCH DEN GROSSEN

BRAND ZERSTÖRTEN BEIDEN STIFTSKIRCHEN B. MARIAE VIRGINIS

UND S. SEVERI ZU ERFURT VOM 23. FEBR. 1473

Von

E. VOULLIÉME, Berlin

DAS JAHR 1472 war für die Stadt Erfurt ein schwer
verhängnisvolles. Ein aus dem Kloster Pforta bei Naumburg entlaufener und
als Landstreicher lebender Mönch schlich sich anfangs Juni, von
dem den Erfurtern verfeindeten Apel von Vitzthum gedungen, mit acht
gleichgesinnten Gesellen in die Stadt und steckte dieselbe am 19. Juni hinter
der Benediktskirche an der* Krämerbrücke, die damals nur alte Holzhäuser
mit Schindeldächern trug, an der Rabenmühle und in der Pergamentergasse
in Brand, Das Feuer breitete sich mit so rasender Schnelligkeit aus, dass
trotz aller Bemühungen der entsetzten Bürgerschaft, dem Unheil zu wehren,
mehr als der dritte Teil der Stadt in einen rauchenden Aschen- und
Trümmerhaufen verwandelt wurde. Man zählte 2024 vernichtete Hofstätten,
ungerechnet die Wirtschaftsgebäude und Gotteshäuser, zu denen auch die
beiden Stiftskirchen B. Mariae Virginis und Sancti Severi gehörten. Die
ganze Innenausstattung, Altäre, Orgeln, Glocken, die kirchlichen Gewänder,
Paramente und Bücher wurden ein Raub der Flammen. Der ruchlose Mönch
und die Mehrzahl seiner Helfershelfer wurden auf der Flucht ergriffen,
nach Erfurt zurückgebracht und erlitten dort zur Sühne ihrer Freveltat den
Feuertod.

Das Ereignis hatte für Stadt und Bürger, deren Wohlstand auf Jahre
hinaus vernichtet war, die übelsten Folgen. Es fehlten die nötigen Mittel,
die zerstörten Wohnstätten wiederherzustellen, und vielleicht in noch
grös-serem Masse war es der verarmten Bürgerschaft unmöglich, aus eigener
Kraft die vernichteten Kirchen und die zugehörigen Gebäude für die Geist-

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