- Project Runeberg -  Nordisk tidskrift för bok- och biblioteksväsen / Årgång X. 1923 /
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(1914-1935)
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$4 KONRAD HAEBLER

Auch durch seinen Einband ist das Quedlinburger Exemplar nicht
ohne Interesse. Zwar ist jetzt der vordere Deckel mit dem grössten Teile
des Rückens von dem Bande losgerissen, aber es sind doch noch immer
alle Teile des Einbandes vorhanden und haben, von dem glatten Rücken
abgesehen, nicht sonderlich durch Abnutzung gelitten. Es ist ein
gelbbrauner Kalblederband auf Holzdeckeln, die nur gegen den Rücken
abgerundet, an den vorderen Ecken aber mit Messingschienen versehen sind.
Von Messing sind auch die beiden Schliessen mit Ledercharnier, die
T-förmig gestaltet und etwas geschweift, sonst aber ohne Gravierung sind.
Vorder- und Hinterdeckel sind verschieden behandelt. Der hintere Deckel
ist nur mittelst sich schneidender Linien mit einem rechteckigen Rahmen
verziert, in dem zwei einfache Diagonallinien sich kreuzen. Auch der
vordere Deckel trägt diesen rechteckigen Rahmen, das Mittelfeld ist aber
durch Doppellinien in Rauten geteilt, deren jede in der Mitte mit einem
kleinen Lilienstempel entsprechender Form belegt ist. Auch der rechteckige
Rahmen trägt Einzelstempel. Diese sind von kreisrunder Form und von
zwei nicht sehr von einander verschiedenen Grossen. Die Einpressung der
Stempel in das Leder ist leider so wenig tief, dass sich die Darstellungen
der Stempel nicht alle mit voller Bestimmtheit erkennen lassen. Die
kleineren Stempel stellen das Osterlamm, einen Hasen, und ein Reh(?) dar; von
den grösseren Stempeln trägt der eine einen Hirsch, während die Darstellung
eines zweiten nicht zu erkennen ist. Keiner der Stempel ist von besonderer
Eigenart. Der Rücken hat ausser den Kapitalen vier starke Bünde; das
Leder scheint aber keinerlei Pressung getragen zu haben. Am Blattrande
tragen die Anfangsblätter der einzelnen Abschnitte kleine Handhaben von
Leder, die für den Kanon und die Hauptabschnitte knopfförmig geflochten,
sonst glatt zusammen gebrochen sind.

Recht interessant sind die Spiegel und Vorsatzblätter der Deckel.
Der Buchbinder hat dazu vier Doppelblätter eines auf Pergament
geschriebenen Missales verwendet, das wahrscheinlich noch dem XII. Jahrhundert
angehört. Drei dieser Blätter enstammen dem Teil de tempore und
enthalten Messen für den 2. und für den 22.-25. Sonntag nach Trinitatis, an
den sich Messen des Commune sanctorum anschliessen. Die Blätter sind
auf der verso-Seite gezählt, und tragen die Nummern Cxlii— Cxlv. Diese vier
befinden sich am Ende des Druckes. Die Blätter des Vorderdeckels scheinen
nicht zusammen zu gehören. Das eine trägt die Blattzahlen xii und xix,
und enthält Heiligenmessen für den Evangelisten Johannes einerseits,
anderseits für die Heiligen Sebastian und Fabian. Das andere Blatt ist auf dem

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