- Project Runeberg -  Nordisk tidskrift för bok- och biblioteksväsen / Årgång XIV. 1927 /
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(1914-1934)
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10____________ HILDEGARD ZIMMERMANN

Hans Wechtlins Namen Baseler, Strassburger und Niirnberger Werke zu
vereinen gemeint.1 Dodgson2, in tFbereinstimmung mit Giehlow, gab einst
seine Stimme fur Wolf Traut ab. Schön 1907 wies Rauch3 auf Hans von
Kulmbach hin, eine Annahme, fur die sich dann Weinberger4 iiberzeugt in
neuer Durcharbeit des ganzen Werks einsetzte. * Gleichzeitig ward durch E.
W. Braun5 der Junge Baldung in den Kreis einbezogen.

Die Fulle der Versuche hat mit Recht etwas misstrauisch und
vorsich-tig gemacht gegeniiber der Möglichkeit einer einwandfreien Lösung der Frage
iiberhaupt, sodass den neuerdings lautgewordenen Stimmen, die zu einer
zuriickhaltenden vermittelnden Stellungnahme beraten, wohl in erster Linie
Beachtung zu schenken ist. In diesem Sinne ist Dodgson’s Vorwort zur
Ausgabe der Salus Animae-Folgen6 aufzufassen und vor allem auf eine
sehr ansprechend geschriebene Abhandlung Weixlgärtners7 anlässlich der
Durer-Ausstellung der Mxinchener graphischen Sammlung hinzuweisen, die
den Stånd der Dinge klärend und fördernd umreisst. Von einschneidender
Wichtigkeit erweist sich die hier nachdrucklich vorgenommene Trennung der
Baseler und Niirnberger Gruppen, bei der die erstere unter neu erarbeiteter
Aneignung von Friedländers Auffassung Durer zuerkannt wird.

Diesem Vorgang schliesst sich nunmehr auch Röttinger an: in seinem
vorliegenden Werk scheiden die Baseler Arbeiten aus jedem Zusammenhang
mit dem Birgitten-Meister aus und fallen Durer zu.

Vor jeder Erörterung uber die Persönlichkeit des Birgitten-Meisters
gibt Röttinger in drei inhaltsreichen, iiber 120 Seiten umfassenden Abschnitten
eine neue Durcharbeitung und vielseitige Erweiterung des »Werks», durch
welche die Tätigkeit des Meisters von einigen in die zweite Hälfte der neunziger
Jahre angesetzten Arbeiten an bis gegen Ende der zwanziger Jahre verfolgt
wird. Eine Gruppe von Holzschnitten wird an das 1515 erschienene
Rosenkranzbild (Bartsch Durer App. 29) angeschlossen und in so engen Beziehungen
zur Birgitten-Gruppe nachgewiesen, dass eine Gleichstellung des »Rosenkranz» -

1 Jahrbuch d. kunsthist. Sammlungen d. allerhöchsten Kaiserhauses, Jahrg. 27:1 (1907),
S. 1—54.

2 Catalogue of early german and flemish woodcuts in the British Museum, I (Lond.
1903), S. 502 u. 510.

3 Die Trauts. Strassb. 1907.

4 Niirnberger Malerei an der Wende zur Renaissance und die Anfänge der Durerschule.
Strassb. 1921.

5 Hans Baldung und der Benediktmeister, in MitteiL d. Gesellschaft f. v er vielfält ig.
Kunst, 1924.

6 Holzschnitte zu zwei Niirnberger Andachtsbuchern aus dem Anfange des XVI. Jhs.
= Graphische Gesellschaft, Veröffentlichung XI. Berl. 1909.

7 Bemerkungen zu den umstrittenen Jugendarbeiten Albrecht Durers, in MitteiL d.
Gesellschaft f. vervielfältig. Kunst, 1920.

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