- Project Runeberg -  Samlaren / Ny följd. Årgång 7. 1926 /
117

(1880-1935)
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Full resolution (TIFF) - On this page / på denna sida - Tiecks prosa och »Lycksalighetens ö». Av Carl Santesson

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Tiecks prosa och »Lycksalighetens ö» 117

dityrambiskt burna tankepoem, och de handla båda om skönhetens
väsen och platonsk Eros. Vid ett tillfälle talas det inom vänkretsen
om tidens makt, som ödelägger all hänförelse, alla illusioner och
låter människolivet efter en härligt lovande början, liksom
Rhen-floden, rinna ut i sand och dy. En dylik skepsis väcker den
förälskade Friedrich till livlig gensaga. »O nein, sagte Friedrich,
glaubt es mir, meine Freunde, das Leben ist höheren Ursprungs,
und es steht in unserer Gewalt, es seiner edlén Geburt würdig zu
erziehn und zu erhalten, dass Staub und Vernichtung in keinem
Augenblicke darüber triumphiren dürfen: ja, es giebt eine ewige
Jugend, eine Sehnsucht, die ewig währt, weil sie ewig nicht
er-füllt wird; weder getäuscht noch hintergangen, sondern nur nicht
erfüllt, damit sie nicht sterbe, denn sie sehnt sich im innersten
Herzen nach sich selbst, sie spiegelt in unendlich wechselnden
Gestalten das Bild der nimmer vergänglichen Liebe, das Nahe im
Fernen, die himmlische Ferne im Allernächsten. Ist es denn
mög-lich, dass der Mensch, der nur einmal aus dieser Quelle des heiligen
Wahnsinnes trinken durfte, je wieder zur Nüchternheit, zum todten
Zweifel erwacht?

Bei alledem, sagte Theodor, ware ein Jungbrunnen, von dem
die Alten gedichtet haben, nicht zu verschmähn; war’ es auch nur
der grauen Haare wegen.

Wie könntet ihr, fuhr Friedrich fort, doch die Schönheit nur
empfinden, oder gar lieben, wenn sie unverwüstlich ware? Die
süsse Elegie in der Entzückung, die Wehklage um den Adonis und
Balder ist ja der schmachtende Seufzer, die wollüstige Thräne in
der ganzen Natur! dem Flüchtigen nacheilen, es festhalten wollen,
das uns selbst in festgeschlossenen Armen entrinnt, dies macht die
Liebe, den geheimnissvollen Zauber, die Krankheit der Sehnsucht,
das vergÖtternde Schmachten möglich.

Und, fuhr Ernst fort, wie milde redet uns die Ewigkeit an mit
ihrem majestätischen Antliz, wenn wir auch das nur als Schatten und
Traum besitzen, oder uns ihm nähern können, was das Göttlichste
dieser Erde ist? das muss ja unser Herz zum Unendlichen
ermun-tern und starken, zur Tugend, zum Himmel, zu jener Schöne uns
führen, die nie verblüht, deren Entzückung ewige Gegenwart ist.»1

Det är den inspirerade Friedrichs »fine frenzy» som uppbär
början av den nydiktade strofen i »Erotikon», följande omedelbart

1 Schriften. Bd 4, s. 31, 32.

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