- Project Runeberg -  Chemische Abhandlung von der Luft und dem Feuer /
94-95

(1777) [MARC] Author: Carl Wilhelm Scheele, Torbern Bergman
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elastische Materie, das Licht, zusammen gesetzt,
welches, nach dem die Menge des brennbaren
ist, auch unterschiedliche Farben hat. [1]

        §. 77.

Was das Leuchten einiger Stein Arten, nachdem
sie gerieben oder erhitzet worden, betrifft, so scheinet mir sehr


[1] Wenn endlich
die in großer Menge erzeugte
Hitze die aller kleinsten Theilchen der Oelichten Körper
so weit aus einander gerieben daß sie keine mehrere
Hitze anzunehmen fähig sind, so ist leicht zu erachten,
daß auch die Bestand Theile selber von ein ander
getrennet werden: dieses kan so viel leichter geschehen, da
hier eine Materie zugegen welche das Phlogiston in
großer Menge an sich zu ziehen im Stande ist; die
Feuer Luft, welche als ein Strohm beständig hinzu
fähret, nimt so viel von dem Phlogisto an sich, als um
Licht zusammen zusetzen von nöthen ist. Da aber das
Phlogiston die Feuer Luft in allen Punckten nicht
genau genug, wegen der mit in der Flamme sich
befindenden und vom Phlogisto verlassenen Säure, berühren
kann, so muß auch die Feuer-Luft mit verschiedenen
Proportionen Phlogiston (ob wohl der Unterscheid nur von
sehr wenigen mehr und wenigere Stäubchen entstehet)
verschiedene Eigenschaften annehmen und uns in
sonderheit verschiedene Farben zeigen, wenn sie durch das
Prisma zertheilet werden.

Alle diese Erscheinungen, nehmlich die Hitze,
strahlende Hitze und Licht, werden so geschwind auf ein
ander folgend hervor gebracht, daß noch nicht ein
Augenblick verstrichen so sind sie da und im andern
Augenblicke sind sie wieder, so zu sagen, verschwunden und von
neuen wieder so wohl Hitze als Licht, hervor gebracht.
Je mehr die Luft zusammen gedruckt ist, je dichter ist
auch die Feuer Luft, daher berühret solche den
brennbaren Körper in mehreren Punckten und demnach wird
auch mehr Hitze und Licht erzeuget, folglich muß auch der
brennbare Körper eher in Asche verwandelt werden: Ein
starcker Luftzug und Blasebalg zeigen dieses. Wenn
nicht viel Phlogiston in einer oelichten Mischung
zugegen das die Feuer Luft damit kan gleichsam saturiret
werden, so ist gemeiniglich das Licht blau gefärbt,
solches siehet man an der Kohlen Flamme, brennenden
Luft, Schwefel und Spiritus Vini. Gewisse in der
Flamme befindliche fremde Dünste, scheinen gewisse
Arten von Licht anzuziehen. Solte wohl der Kupffer-rauch
alle Arten Lichtstrahlen die grünen ausgenommen und
das mineralische Laugen-Salz alle ohne die gelben,
anziehen. u. s. f.?

Herr Meyer und mehrere glauben zwar daß das
Licht bereits in den brennbaren Körpern vorhanden und
bey deren Zerstöhrung wieder zum Vorschein komme.
Allein meine mit dem Lichte angestelte Versuche sind
dagegen, und folgende zeigen eben dieses: Wenn ich, zum
Beyspiele, sehe, daß das Hepar Sulphuris sich in der
freyen Luft ohne angebrachte Wärme zerstöhret, dabey
aber kein Licht gewahr werde, das Licht aber bey seiner
allerzartesten Ausdehnung dennoch in Finstern zimlich
sichtbar ist, so bekomme ich Anleitung zu glauben, daß
das Licht bey der Verbrennung des Schwefels etwas
zufälliges ist.

Ich werde in dieser Sache noch weit gewisser, wenn
ich sehe, daß der Schwefel von der rauchenden
Salpeter-Säure in der Digestion mit einer Efferweszens gäntzlich
aufgelöset wird; Hiebey komt auch kein Licht zum
Vorschein. Läst man die Auflösung abrauchen, so restiret ein
concentrirtes Vitriol Oel. Ja der Phosphorus selber,
auf selbige Art mit der rauchenden Salpeter-Säure
behandelt, löst sich sehr leicht auf, auch ohne mitgetheilte
Wärme, wobey gleichfals kein Licht sich zeiget. Es
restiret, auch hier nach der Abrauchung, die reine
Urin-Säure.

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