Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - 3. Zweitausend Kilometer auf einer Fähre
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bequem und praktisch, ein gemütliches Heim während der langen
Monate, die sie mir als Wohnung dienen sollte. Schreiner zimmerten
tagelang und sangen im Takte mit dem Knirschen der Säge in den
Planken. Funken stoben von den eisernen Krampen, die in einer
improvisierten kleinen Schmiede zwischen den Büschen zurecht gehämmert
wurden. Kleine Karawanen kamen mit Planken, und notwendigem
Bauholz. Unzählig waren die Leute, die sich nur einstellten, um unser
stolzes Drachenschiff genauer in Augenschein zu nehmen, und
unausgesetzt lösten sie einander im Laufe des Tages ab. Sie brachten
gewöhnlich Obst, Brot, Reis, Eier und Schafe mit als Geschenke,
erhielten aber stets dafür Bezahlung. Schließlich wurde mir ihre
Freigebigkeit zu teuer und als wir auf diese Weise Proviant für längere
Zeit erhalten hatten, mußte ich feierlich erklären, daß wir mit größter
Dankbarkeit keine weiteren Gaben annähmen.
Jetzt will der Leser wohl hören, wie die Fähre aussah, als sie
fertig gebaut war? Vorn war ein Deck gelegt, auf dem mein Zelt
aufgeschlagen wurde; in der Mitte erhob sich eine würfelförmige
Kajüte von dünnen Latten, mit doppelten schwarzen Filzdecken belegt.
Auf dem Achterdeck wurde ein großer Teil des Proviants aufgestapelt;
hier hatten meine eingeborenen Diener ihren ständigen Aufenthalt.
Während der langen Tagereisen flußabwärts saßen diejenigen, welche
nicht von Navigationsarbeiten in Anspruch genommen waren, um einen
kleinen gemauerten Herd herum, auf dem sie ihr Frühstück bereiteten;
als im Spätherbste und Winter die Kälte fühlbar wurde, loderte auf
dem Herde ein gewaltiges Holzfeuer.
Die Schwarze Kajüte war mein Laboratorium, wo photographische
Platten entwickelt wurden. Längs der Wände liefen Bretter und
Borde, die mit einer ganzen Batterie von Büchsen, Flaschen und
anderen Dingen besetzt waren. Auf dem Fußboden standen mehrere
Holzwannen mit Wasser und auf dem Dache eine große Kufe, von der
das Wasser mit einem Schlauche in einen Samowar, wie die russischen
Teekessel heißen, hinabgeleitet wurde, worin ich die Platten wusch.
In die Wände der Kajüte wurden drei Fenster mit Glasscheiben
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