Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - 21. Einmarsch in Nordtibet
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Einundzwanzigjtes Kapitel.
Einmarlch in Nordtibet.
Die Karawane, mit der ich Durch das nördlichjte Tibet zog,
war zujammengejeßt aus dem ruffischen Kosaken Sirkin, dem bur-
jatijchen Kosaken Schagdur, dem Mongolen Schereb Lama, den
Mohammedanern Mollah Schah und Li Loje, dem Hunde Jolldasch
und 12 Pferden. Die in überwältigender Majeftät vor uns auf:
ragenden Gebirge übten wieder ihre lockende Anziehungskraft aus, und
ihon früh am zweiten Tage traten wir in ihren erjten Saal ein.
Wieder erfreuen wir uns an diejer großartigen Landichaft, und es ift
uns ein Genuß, uns nad) den einfürmigen Wüstenreisen des langen
Winters von jtändig wechjelnden Szenerien umgeben zu jehen, unsere
Stimmen von den Feljen widerhallen zu hören und zu fühlen, wie unfere
Lungen fich mit frijcher, reiner Luft ohne Flugjand und Sand füllen.
Am Ufer des hoch angejchwollenen Flusses Tscharchlik-su mußten
wir einen Tag rafjten, um die zehn Ejel zu erwarten, die ich zum
Transport der für unjere Pferde bejtimmten Maislast nach dem
Kum-köll gemietet hatte. Nachdem fie angelangt waren, ritten wir das
tief in grauen Granit eingejägte Tal des Flusses hinauf, wo die von
den raufchenden Wafjermafjen unterminterten Felsen oft wie Gewölbe
überhängen. Wir hatten erfahren, daß der Fluß jechzehnmal zu über-
ichreiten jei und daß man jehr vorfichtig jein müsse. Ein Hirt, dem
wir begegneten, fonnte ung feine ermutigende Auskunft geben. Sein
Pferd war mitten in dem tojenden Wasser gejtürzt, und Die ganze
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