- Project Runeberg -  Abenteuer in Tibet /
292

(1904) [MARC] Author: Sven Hedin - Tema: Exploration
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Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - 23. Die ersten Tibeter

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292 Dreiundzwanzigites Kapitel.
rannte er ganz aufgeregt zurück. Er war von einem Wolfe überfallen
worden, der zweimal auf ihn losgestürzt war, und hatte zu jeiner Ver—
teidigung nur die Kannen gehabt. Jetzt wollte er jeine Flinte holen
und mit Sirfin zufammen dem Isegrimm den Standpunkt Elarmachen.
Wir jahen den zottigen, beinahe weißen Wolf auf dem Kamme eines
naheliegenden Hügels laufen, er hielt es jedoch für das Ratsamste, sich
aus dem Staube zu machen.
Über niedrige Bergrücen, durch) Täler und iiber jalzige Wasser—
läufe ging es nad) Südoften weiter. Auf einer Halde zur Rechten
unseres Weges grajte einsam ein großer Yakstier. Wir hielten e3
nicht fiir nötig, ihm das Leben zu nehmen, aber ein bifichen Vergnügen
jollte er den Kosaken doch machen, deshalb hetzten fie die Hunde auf
ihn. Dieje umringten ihn unter wilden Sprüngen und beflten sich
beijer, blieben jedoch) in angemefjener Entfernung. Nur der Schelm
Jolldasch zupfte den Yak ab und zu am Seitenbehange, während Diejer
mit dem Berjuche bejchäftigt war, Sollbars auf jeine Hörner zu jpießen.
Der Yak tanzte mit jeinen Angreifern umher, daß die Erde nur jo in
die Luft wirbelte, er feuchte, schnob und richtete feinen büfchelartigen
Schwanz hoch auf. Da fam Turdu Bai mit dem Todesurteile. Wir
brauchten mehr Fleisch, erklärte er. Zwei Kugeln pfiffen durch die
Luft, aber der Yaf reagierte weder auf fie, noch auf die widerhallen-
den Schüffe. Er ftand einige Sekunden regungslos, als aber Die
Hunde wieder in gejchloffener Reihe auf ihn losstürmten, wurde er
wütend, jeste ihnen mit ein paar wilden Sprüngen nach) und lief den
Abhang hinunter, jo daß ich, der ich mit dem großen photographijchen
Apparate nur einige 100 Meter weiter unten ftand, fand, daß Dies
anfing bedenklich auszufehen. Gefährlich war es jedoch nicht, denn
der Yak brach zusammen, rollte noc eine Strede abwärts und blieb
maujetot Liegen.
Die legten Tage hatten wir im Süden eine gewaltige Bergfette
gejehen, deren schneebedeckte Gipfel gelegentlich zwischen kleineren, die
Kette verdedenden Hügeln hervorjchimmerten. Um jeden Preis muß-
ten wir über dieje Kette, denn erst jüolich von ihr konnten wir

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