Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - 27. Kamba Bombos Befehl
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348 Siebenundzwanzigites Kapitel.
Jetzt wurden zwei Pferde vorgeführt, die mich für Die gejtohle-
nen entichädigen jollten, fie erwiejen fich aber bei der Probe als jo
ichlecht, daß ich Kamba Bombo fragte, ob er fie nicht selbst für jene
Kavallerie brauchen könne, — ich wolle fie nicht haben. Nun brachte
man jofort zwei andere, vollfommen brauchbare Schimmel, die ich
annahın.
Bald darauf jagen wir alle vor meinem. Zelte, wo der Bombo
mit Tsamba, Rosinen und Tabak bewirtet wurde und wir uns für
chinesische Jamben tibetijches Geld eimvechielten. Wieder wurden unjere
Waffen vorgezeigt, und ich fügte mit ernfter Miene hinzu:
„Wisset, daß wir, wenn ihr uns angefallen hättet, 36 von eud)
niedergefchofjen hätten, ehe ihr hättet laden können.“
Der Gouverneur verjicherte, er beabjichtige durchaus nicht, Krieg
zu beginnen, jondern nur die Grenzen gegen unzuläffige Fremdlinge
zu bewachen.
„Weshalb Habt ihr denn so entjegliche Angst vor mir, daß ihr
mich nicht ohne eine Eskorte "von "67 "Mann zu bejuchen wagt?”
fragte id.
„Weil ihr ein vornehmer Sahib seid“, erwiderte er, „und weil
ich Befehl aus Lhafa erhalten habe, euch mit derjelben Ehrerbietung
zu begegnen wie den höchjten Beamten unjeres Landes.“
Zuletzt ftellte er mir die drei Offiziere vor, die den Auftrag er-
halten hatten, uns mit zwanzig Mann über die Grenze zu esfortieven,
und die für unsere Tiere und unfere Verpflegung verantwortlich waren.
AS wir unjere Pferde bejtiegen und uns nach gegenjeitigen höf-
lichen Abschiedsgrüßen von dem freundlichen, aber ungaftlihen Bombo
getrennt hatten, jagte ich zu Schagdur: |
„Ja, Lhasa haben wir nicht zu fehen befommen, aber am Leben
sind wir doch noch und wir haben allen Grund, dafür dankbar
zu sein.“
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