- Project Runeberg -  Der Adel Schwedens (und Finlands). Eine demographische Studie /
272

(1903) [MARC] [MARC] Author: Pontus Fahlbeck
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— 272 —

Adel, nur mit einer anderen Verteilung auf die militäre und
zivile Laufbahn — dem Staatsdienst zuwenden, eher zu anderen
praktischen Gewerben über als zum Ackerbau. Kür die Klasse,
die einmal ein Drittel des schwedischen Grund und Bodens
besessen hat, ist es ja eine natürliche Sache, daß sie fortddauernd
mit Vorliebe an diesem hängt. Kein Beruf giebt dem, der ihn
ausübt, ein solches Gefühl des Herrschens als das des Grundbesitzers.
Unbeschränkt über einen Teil des gemeinsamen Grund und
Bodens zu befehlen, heißt ein Stück der ursprünglichen
Souveränität in seiner 1 land haben — wenn auch die
unsichtbaren Mitteilhaber, die Hypothekenbesitzer, diese Souveränität
recht oft stark illusorisch machen.

Das restierende Viertel der hier aufgeführten
Erwerbstreibenden gehört anderen praktischen, sowie den sog. liberalen Berufen
an. Dies ist betreffs der Berufe des Adels ein Werk der neueren
Zeit. Früher sich auf den Militär- und Staatsdienst sowie auf
den Ackerbau beschränkend, ist er allmählich gezwungen worden,
jeden Ausweg zu ergreifen, der sich ihm darbot. Doch stets
sind es wenig, die diese l.anfhnhnen ergriffen haben, obschon
es andererseits kaum eine gibt, die nicht unter dem Adel ihren
Repräsentanten hat.

Eine andere Äußerung der Neuzeit ist, daß nicht so selten
Frauen als Gewerbetreibende vorkommen. Nahezu die Hälfte
wird zwar als Grundbesitzer und Pächter aufgeführt, also
annähernd gemäß den älteren Verhältnissen, aber unter den übrigen
trifft man so gut wie alle heutigen weiblichen Berufe der höheren
Klassen an. Die diesbezüglichen Angaben der Quelle sind
indessen äußerst unvollständig, denn mit aller Sicherheit üben viel
mehr, als die hier aufgeführten, einen selbständigen Beruf atis’).

Übersieht man die Verteilung des Adels im Berufe, so
erhält man nicht allein, wie oben angedeutet, einen historischen,

i) Von den 404 Frauen, deren Beruf angegeben oder angedeutet wird, waren:
Gntndbesitzer und Fidcikommissiuhnber . . 152

l’äehter............ 15

Lehrerinnen...........73

Die übrigen in allerlei Gewerben, meistens als Angestellte. Malerinnen sind 16,
Schrift-siellerinnen 12, Studentinnen 5.

Während einige Berufe, wie die der Grundbesitzer, Malerinnen und
Schriftstellerinnen wahrscheinlich ziemlich vollständig aufgenommen sind, sind andere, vor
allem die der Beamtinnen, deren Zahl zweifellos bedeutend größer ist, ganz sicher
äußerst mangelhaft angegeben.

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