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2SS —
sie das, so wäre das Urteil über sie einfach und klar. Aber nun
ist sie nur ein hervorragender Teil des ganzen Volkes. Aus
diesem ist sie hervorgegangen und aus diesem rekrutiert sie sich
ununterbrochen. Die höhere Klasse in den Gesellschaften der
Jetztzeit ist, demographisch gesehen, überwiegend eine Frucht
der .Standeszirkulation. Aber diese Bewegung muß notwendig
i.nter gewissen Verhältnissen eine große Menge Personen der
genannten Klasse zu Zölibat und späten Ehen verurteilen, wie
auch andrerseits bei furchtsamen Gemüter die Angst vor großen
Familien erwecken. In jeder Gesellschaft ist nämlich für diese
Klasse der Platz sehr eng begrenzt. Sobald deshalb der
Zufluß von unten so groß ist, wie es in Schweden der Fall ist, so
wird das Gedränge in derselben unerträglich und infolgedessen
Ehen und Geburten eingeschränkt. Betrachtet man diese
Erscheinungen in der eben angedeuteten Art, so erhalten sie
teilweise ein anderes Aussehen. An sich sind sie zwar
Degenerationsphänomene; und die Geschlechter, in welchen sie vorkommen,
sterben aus. Aber im Zusammenhange mit dem inneren sozialen
Umsatz betrachtet, müssen sie als Äußerungen eines natürlichen
und — wenn er nicht zu weit getrieben wird — gesunden
Prozesses im Leben des Volkes betrachtet werden. Denn wie
beim Wachsen eines Baumes ältere Sprößlinge absterben, während
neue hervorsprießen, so ist es auch im Volke und bei dem sozialen
Umsätze in demselben.
* *
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