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— 555 —
Æ SIG.
Bref från General Banér Ull
Rikskansleren \
Hochwohlgeborner Herr, hochgeehrter Herr Reichs-Canzler.
E. Excel!, soll ich hierbei I. F. G. Herzog Bernhards jüngst an
mich gethanes Schreibens copei dienstlichst zu übersenden nicht
umgehen. Woraus E. Excell. mit mehrerm hochvermeldeten Herzoges
glücklichen Success wider den Leopoldum zu ersehen. Wenn denn
aber nun zwar wegen jetzt ermeldeten Leopoldi sich so bald der
Orten nichts wird zu befahren, sondern hingegen der Obrist Kratz
sich von Tag zu Tag verstärket und dahero von ihm eine Gefahr
im Schwäbischen Kreise sonderlich wegen Augsburg zu besorgen,
als stehe ich sehr an, ob ich Herzog Bernharden mit seinen
Truppen so bald zu mir soll kommen lassen. Halte vielmehr für
rathsam, dass ich S. F. Gn. noch eine Weile zusehe und Sie den
Schwäbischen Kreis in Acht nehmen lasse, bis der Herzog von
Würtem-berg die 3000 Mann, so er versprochen, schicken thut, womit der
General-Major Ruthwen, den I. M. an Herzoges Bernhards Stelle in
den Schwäbischen Kreis verordnet, sich desselben annehmen möge.
Ich für meine Person will mich ehest mit dem bei mir habenden
Volk nach Günzenhausen und bei Dünkelspiel begeben, und auf alle
Wege versuchen, dem Feind daselbsten herum beiznkommen und an
den streifenden Parteien Abbruch zu thun, weil bei Weissenburg
durchaus nichts zu leben und die Mühlen alle abgebrannt sind etc.
Inmittelst ist meine dienstliche Bitte, E. Excell. geruhen mich mit
dem allerehesten unbeschwert zu verständigen, ob Dieselbe begehren,
dass ich, noch ehe denn Herzog Bernhard mit dem bei sich
habenden Volk zu mir gestossen, welcher nicht wohl eher kommen kann,
als ich sehe, dass es wegen des Kratzens keine sonderliche Gefahr
habe, mich mit Deroselben conjungiren solle. So E. Excell. ich
hie-mit dienstlichst nicht verhalten sollen. Befehle Dieselbe göttlicher
protection. Datum Diethfurth den 21 Julil 1632.
E. Excell.
ganz bereitwilligster Diener
Johan Banér m. p.
* Röse: Herzog Bernhard der Grosse von Sachsen Weimar. Weimar 1828
—29. l:r The», p. 405.
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