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448 GRtiTZMACHER
schichtlich ist Herrmann nicht positiv. Eigentumlich ist, dass
der Piihrer der religionsgescliichtlichen Schule in Deutschland
zu der gleichen »Karrikatur» der Herrmannschen Position ge-
kommen ist, indem er sagt: »Das Spezifisch-Christliche der
christlichen Ethik besteht also nicht in irgendwelchen Bestimmt-
heiten des sittlichen Ideals, sondern dieses deckt sich völlig mit
dem rational-sittlichen Ideal. Es besteht nur in der Hilfe zu
der Erfullung dieses Ideals, in der Erlösungskraft.... Die christ-
liche Sittlichkeit bringt somit nichts Neues in der Bestimmung
des sittlichen Zweckes selbst und ihre höheren Kräfte fliessen
nicht aus einem höheren Zweck, sondern sie inkarniert sozu-
sagen den rational-sittlichen Zweck bloss in einer schlechthin
vollkommenen Gestalt und gewährt die Kräfte zu dessen Er-
reichung» (Zeitschrift fur Theologie und Kirche 1902, 79).
5. Unsere Differenz in der Bestimmung des »Modemen»
erklärt sich daraus, dass Aulén die gesamte nachmittelalterliche
Zeit darunter befasst, ich etwa die zwei letzten Generationen
(ef. dazu den Aufsatz »Probleme in der modern-positiven Theo-
logie», Neue kirchliche Zeitschrift 1907). Aber auch wenn ich
mich auf seinen Ståndort stelle, känn ich seine Antithese nicht
fur ganz gliicklich ansehen und möchte darauf aufmerksam
machen, dass die Ztige, die Aulén als charakteristisch fur die
möderne Zeit angibt, sich auch schon am Ausgang der Antike
finden (ef. Wendland, »Die Hellenistisch-Römische Kultur»,
1907, S. 19 ff).
6. Auf die mehr persönlich zugespitzten Bemerkungen gehe
ich nicht ein, da sie in einem fremden Lande noch weniger
Interesse haben und Beachtung verdienen als in dem eignen
und nicht geeignet sind, sachlich interessierte Theologen zu
beeinflussen.
Prof. D. Griitzmacher, Rostock.
Red. af Bibelforskaren har haft vänligheten låta mig få
kännedom om ofvanstående prof. Grutzmachers genmäle, och
vill jag med anledning af detta i korthet anföra följande.
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