- Project Runeberg -  Nordisk tidskrift för bok- och biblioteksväsen / Årgång XII. 1925 /
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(1914-1935)
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DIE HOFBIBLIOTHEK JULIUS ECHTERS

Supralibros tragen, werden wohl aus den in der Schwedenzeit zerstreuten
Teilen der Hofbibliothek stammen. Inhaltlich gehören diese Bände
überwiegend zur theologischen Literatur.

Die Tatsache, dass sich eine Anzahl der »schönen Würzburger Bände
aus der Bibliothek des Bischofs Julius Echter von Mespelbrunn» heute in
der Preussichen Staatsbibliothek Berlin befindet, spricht dafür, dass der
Hof-bibliothek auch auf dem Wege nach ihrem neuen Bestimmungslande weitere
Verluste nicht erspart blieben. Sie kamen dahin 1678 mit einer nicht
unbedeutenden, offenbar auch versprengte Stücke der schwedischen Kriegsbeute
enthaltenden Bibliothek, die der grosse Kurfürst, während er das eroberte
Stettin besass, von dort hatte nach Berlin bringen lassen.1

Der Zeitpunkt, wann die Reste der Hofbibliothek in ihrer neuen Heimat
eintrafen, Hess sich noch nicht einwandfrei nachweisen. Nach einem Briefe
des Wallius an Axel Oxenstierna vom September 1633 kannte man damals
die königliche Schenkung in Uppsala erst vom Hörensagen.2 Zwei Jahre später
wird der Universität auf ihre Erinnerung hin mitgeteilt, dass zunächst für
Königin Christina Bücher ausgeschieden werden sollen.3 Im folgenden Jahre
werden 73 Thaler ausbezahlt für den Transport der Bibliothek, welche die
Königin schenkte, wobei dahingestellt bleiben muss, ob darin die Würzburger
Bücher eingeschlossen waren.4 Sicherlich waren sie 1642 endlich dort, denn
Johannes Baazius kann in seinem »Inventarium Sueo-Gothorum»5 berichten:
» Totam hanc Bibliothecam Rex noster Ubsaliam ablegavit, ubi hodie
inveni-tur ea Bibliotheca tripliciter aucta.»

In Franken erhielt sich begreiflicherweise die Erinnerung an die geraubten
Schätze wach und ihr Wert und Gehalt wuchs in der Überlieferung
allmählich ins Sagenhafte. Nach dem Versagen der einheimischen Quellen schien
die Erkundigung an Ort und Stelle, wohin die Beute verbracht worden war,
Aufklärung zu bringen. Auf der Suche nach der vermeintlich ebenfalls
vollständig entführten Universitätsbibliothek schlug in den zwanziger Jahren des
verflossenen Jahrhunderts die Universität Wurzburg diesen Weg ein und
glaubte zugleich, angeregt durch den K. b. Archivbeamten Johann Samuel
Klüber, auf Grund der längst verjährten Bestimmungen des westfälischen

1 P. Schwenke, Zur älteren Geschichte der Berliner Königlichen Bibliothek (Leipzig
1903), S. 12 u. A. 1 (S. Abdr. aus: Beiträge zur Bücherkunde u. Philologie Aug.
Wil-manns gewidm.).

2 Brief vom 5. IX. 1633, mitgeteilt bei Annerstedt, Upsala universitets historia, 1.
(Upsala 1877), S. 265, Anm. 6.

3 Brief der Regentschaft an die Professoren vom 17. XI. 1635 ebenda, S. 271 u. Anm.
3 u. Bihang, S. 321, no. 100.

4 Ebenda, S. 369 u. Anm. t. 5 Lincopiae 1642, S. 684.

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