- Project Runeberg -  Nordisk tidskrift för bok- och biblioteksväsen / Årgång XII. 1925 /
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(1914-1935)
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18 OTTO HANDWERKER

weisbaren Teile der Würzburger Hofbibliothek zum mindesten verdoppeln
konnte.1

Zunächst ging er davon aus, dass einer grossen Anzahl Bücher in
Uppsala am oberen Rande des Vorsatzblattes eine Bibliotheksignatur
folgender Art beigeschrieben ist: »A class. 2 n° 31» oder »B class. 1 n° 4». Eine
Anzahl dieser Bände hat das Supralibros Julius Echters, andere nicht.
Dagegen hat die gleiche Hand mehrmals neben diese Signatur geschrieben:
»Annumeror Bibliothecae Rmi Julij Epi in aula», so z. B. auf dem 3. Teile
der »Opera omnia» des Alphonsus Tostatus. Venedig 1596. Dadurch ist
bewiesen, dass alle Bände mit diesen Signaturen, gleichgiltig ob sie daneben
das Supralibros oder den handschriftlichen Besitzvermerk tragen, einstmals
zur fürstbischöflichen Bibliothek gehört haben. Leider scheint diese
Signierung nur für gewisse Abteilungen der Theologie, nicht für den gesamten
Bestand durchgeführt worden zu sein. Walde hat ferner eine Reihe von
Dedikationsexemplaren feststellen können, die Wittmann entgingen, weil sie
augenscheinlich schon gebunden als Geschenk überreicht wurden und daher
einen von dem sonst gebräuchlichen verschiedenen Einband haben. Eine
umfangreiche Sammlung von 400 — 500 weiteren Büchern in weissen
Schweinslederbänden mit schönen Blindpressungen und grünem Schnitt nimmt Walde
auf Grund der Einbände allein für die Bücherei Julius Echters in Anspruch.
Sie zeigen nämlich dieselben Stempel, die man auch auf den Bänden mit
dem Supralibros des Fürsten sieht. Walde unterscheidet 3 Typen, Der erste
hat im Mittelfelde einen etwa 2 cm hohen blindgepressten Lorbeerkranz, der
auf kleineren Bänden nur einmal, auf grösseren Formaten zwei- bis dreimal
erscheint. Die Bände der zweiten Art haben im Mittelfelde Plattenstempel
mit figürlichen Darstellungen, vorne den gekreuzigten Christus, Engel zu
beiden Seiten mit Kelchen, in die Blut aus des Erlösers Händen rinnt,
darüber Engel eine Kartusche mit der Inschrift INRI haltend, darunter
zweizeilig: »Christvs per proprivm sangvine[mj semel ingressvs est in Sancta». Die
Rückseite hat wiederum in der Mitte einen rechtwinkligen Stempel, der ein Oval
einschliesst. In den vier Ecken des Rechtecks versinnbildlichen
Frauengestalten die Tugenden Pietas, Paciencia, Humi[litas], Casti[tas]. Das Oval
zeigt ein Zimmerinneres mit einer Frau am Tische, zwei Kinder an der Brust.
Ein drittes Kind spielt am Boden, neben ihm liegt ein Hund. Vor der Frau
steht grüssend ein Bettler mit Krücke. Darunter besagt eine Inschrift: »quae
voco insigni charitum denomine virtus omnia quae pietas suadet obire seqv».
Denselben Stempel fand Walde auch auf einem Buche des Würzburger Jesuiten-

1 Vgl. seine eingehenden Ausführungen, a. a. O., I, S. 130—136.

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