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181)
SVEN ALGÉUS
Eloden und Spiroc/yra, die während (> 48 Stunden mit Ascorbinsäure
behandelt worden sind. Es konnte eine auffallende Zunahme der
Assimilationsintensität beobachtet werden. Auch Blätter von Landpflanzen
zeigten nach Ascorbinsäurebehandlung eine erhöhte Assimilation.
So lange man nur eine Parallelität zwischen Chlorophyllgehalt,
Assimilation und Ascorhinsäuregehalt festgestellt hat, erscheint es nicht
möglich, sich eine Auffassung darüber zu bilden, wie die verschiedenen
Erscheinungen sich gegenseitig beeinflussen. Folgende Möglichkeiten
bestehen. 1) Hoher Chlorophyllgehalt und grosse Assimilationsintensität
sind das Primäre. Hoher Ascorhinsäuregehalt ist eine Folge der
intensiven Assimilation. Die Ascorbinsäure ist ein »passives»
Assimilationsprodukt. das durch Umwandlung von z.H. Glukose entsteht. Für die
Richtigkeit dieser Annahme spricht der Umstand, dass die Menge der
Ascorbinsäure mit steigendem Kohlensäureverbrauch zunimmt, sowie
dass ein gewisser Zusammenhang zwischen Glukosegehalt und
Ascorhinsäuregehalt wenigstens bei den Monokotyledonen zu bestehen scheint
(Moldtmann 1939). Wenn die Ascorbinsäure tatsächlich ein passives
Assimilationsprodukt ist, so kann man nicht erwarten, dass künstlich
zugeführte Ascorbinsäure auf den Chlorophyllgehalt oder auf die
Assimilation einen positiven Effekt haben soll. 2) Das Vermögen, in grosser
Menge Ascorbinsäure zu synthetisieren, ist das Primäre. Die
Ascorbinsäure greift entweder direkt in den Assimilationsprozess ein und
intensiviert diesen oder beeinflusst denselben indirekt. z.B. via die
Chlorophyllbildung. Für ein direktes Eingreifen in den Assimilationsprozess spricht
der oben referierte Versuch von Bukatsch (1939). in dem die
Ascorbinsäure nach (5- 48 Stunden wirksam war. In Modellversuchen konnte
dieser Verfasser zeigen, dass eine mit einer Emulsion von
chloropliyll-haltigem Lecithin versetzte Ascorbinsäurelösung bei Beleuchtung
Kohlensäure unter Bildung von Formaldehyd zu reduzieren vermochte. G
e-ge n eine Beeinflussung über die Chlorophyllbildung spricht ferner die
mangelhafte Übereinstimmung zwischen Chlorophyllgehalt und Assi
milationsintensität, die Willstätter und Stoll (1918) haben
nachweisen können. Im allgemeinen scheint das Chlorophyll im Überschuss
vorhanden zu sein. Die Methode von Willstätter und Stoll ist
indessen von Emerson (1929) kritisiert worden. Wenn Blätter als
Versuchsmaterial verwendet werden, sind solche Untersuchungen mit
grossen Fehlerquellen behaftet. Selbst hat Emerson mit Chlorella vulgaris
mit verschiedenem Chlorophyllgehall gearbeitet. Die Versuche zeigten,
dass direkte Proportionalität zwischen Assimilationsintensität und
Chlorophyllgehalt bestand.
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